Verband für Betriebswirtschaft hält Bodenbildung für absehbar
Wirtschaftsklima in den USA wird laut Studie immer schlechter

Das Wirtschaftsklima in den Vereinigten Staaten hat sich einer Studie des US-Verbandes für Betriebswirtschaft ( NABE ) zufolge im zweiten Quartal weiter eingetrübt. Optimistischer ist der IWF: Der Internationale Währungsfonds sieht bereits Anzeichen für eine Erholung.

dpa-afx WASHINGTON. Trotz der jüngsten Anzeichen für eine wirtschaftliche Stabilisierung habe sich das Klima im Berichtsquartal weiter verschlechtert, sagte NABE-Präsident Richard B. Berner am Montag zur Präsentation der NABE-Studie. Die Schwäche insbesondere bei den Investitionsaufwendungen sei ein Hinweis auf den breiten Schwungverlust der US-Konjunktur. Dennoch hält die Mehrheit der in der NABE-Studie berücksichtigten Unternehmen die aktuellen Bedingungen in ihrer Branche für besser als in zurückliegenden Rezessionsphasen.

Die Investitionsausgaben sind der NABE-Studie zufolge im zweiten Quartal auf ihr niedrigstes Niveau seit zehn Jahren gefallen. Dabei könnte bei den Ausgaben in diesem Bereich eine Bodenbildung kurz bevor stehen, hieß es. Auch der Druck auf die Gewinn-Margen habe sich erhöht. So hätten in der aktuellen Studie im vierten Quartal in Folge mehr Unternehmen fallende statt steigende Margen mitgeteilt. Dabei habe der Druck auf die Unternehmensgewinne eine Größenordnung angenommen, wie seit der Rezession im Jahr 1990 nicht mehr.

Eine Rezession wird nicht erwartet

Die in der Studie befragten Unternehmen erwarten jedoch keine Rezession der US-Wirtschaft. Jedoch dürfte ihrer Meinung nach ein Wirtschaftswachstum der USA in der zweiten Jahreshälfte 2001 von 1 bis 2&nbs;% ein eher negatives Bild der konjunkturellen Entwicklung abgeben.

Die Nachfrage bei den Teilnehmer-Unternehmen der NABE-Studie habe im zweiten Quartal nachgelassen. Sie sei so schwach wie seit über zehn Jahren nicht mehr gewesen. Dabei habe auch die Export-Nachfrage an Boden verloren. Ebenso sei es im Berichtsquartal zu einem Rückgang der Beschäftigung gekommen, die damit ihren tiefsten Stand seit 1993 erreicht habe, hieß es. Von dieser rückläufigen Entwicklung seien alle größeren Sektoren der Wirtschaft betroffen gewesen. Am deutlichsten sei sie aber im Verarbeitenden Gewerbe sichtbar gewesen.

IWF sieht Anzeichen für einen Aufschwung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht indes erste Anzeichen für einen Wirtschaftsaufschwung in den USA. Es gebe Hinweise auf eine konjunkturelle "Erholung", sagte der stellvertretende IWF-Vorsitzende Stanley Fischer am Montag in Seoul. Der IWF erwartet in den Vereinigten Staaten nach seinen Angaben für 2001 ein Wirtschaftswachstum von 1,5 % und für 2002 von 2,5 %.

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