Verband für Einführung eines elektronischen Arzneimittelpasses
ABDA: Niedrigere Mehrwertsteuer auf Medikamente

Die deutschen Apotheker wollen mit einer niedrigeren Mehrwertsteuer die Kosten für Medikamente senken. Der Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Hermann Stefan Keller, machte am Montag in Mainz Staat und Industrie für die gestiegenen Arzneimittelpreise verantwortlich.

ddp MAINZ. Der Anteil der Apotheken und des Großhandels an den Kosten habe sich dagegen von 1978 bis 2000 um knapp 10 Prozentpunkte auf 28,5 Prozent verringert.

Der Verband forderte ferner die Einführung eines elektronischen Arzneimittelpasses und eine verbesserte Beratung bei der Einnahme von Medikamenten. Allein weil Patienten Medikamente nicht oder falsch einnähmen, entstehe ein jährlicher Schaden von zehn Millionen Euro. Die so genannte aut idem-Regelung, bei der Apotheker statt des vom Arzt verschriebenen Medikaments ein anderes, wirkstoffgleiches verschreiben dürfen, begrüßt die Apothekervereinigung als «Schritt in die richtige Richtung».

Die ABDA kritisierte erneut die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), den Versandhandel von Medikamenten zu erlauben. Das mache die Versorgung mit Arzneimitteln nicht insgesamt preiswerter, sondern führe ein System der «Rosinenpickerei» ein. Um zu überleben, müssten die Apotheken auch teure Medikamente verkaufen, betonte Keller.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%