Verband gegründet
Startups wollen für New Economy 2.0 streiten

dpa HANNOVER. Junge Unternehmer in Deutschland stemmen sich gegen den Abwärtssog am Neuen Markt. Fast trotzig forderten sie am Donnerstag mitten in dem allgemeinen Börsenchaos eine zweite Chance für die New Economy. "Totgesagte leben länger", kündigte die Sprecherin des neu gegründeten Netzwerks "New Business NetworkGermany" (nbng), Angelika Otto, auf der Computermesse Cebit in Hannover an. Die meisten Startup-Unternehmer hätten aus ihren Fehlern gelernt und seien aus ihren Träumen erwacht. Jetzt ist aus Sicht der Unternehmer die Zeit reif für die "New Economy 2.0".

Die Schuld an der Misere des Neuen Markts trifft aus ihrer Sicht nicht allein die Firmen. In der allgemeinen Euphorie Anfang des vergangenen Jahres hätten alle Fehler gemacht: Banken, Aktionäre und Unternehmen. "Doch Fehler sind dafür da, gemacht zu werden um daraus zu lernen - und neu zu starten", sagte Otto. Inzwischen sei auch den eifrigsten Firmengründern bewusst geworden, dass das Ziel eines Unternehmens Profitabilität sein müsse. Sie appellierte an Investoren und Aktionäre, weiterhin an junge Unternehmen zu glauben.

Lobbyismus auf ehrenamtlicher Basis

Um Firmengründer mit guten Ideen nicht gegen die Wand laufen zu lassen, wollen sich die Startup-Unternehmer jetzt in dem neuen Verband nbng gegenseitig helfen. "Gerade in der Anfangsphase ist Know-How essenziell", meint Vorstandsvorsitzender Mathias Entenmann vom Internet-Unternehmen Paybox-net AG. Er ist einer von mehr als 20 Unternehmern aus Internet-Firmen, die das Netzwerk zusammen mit dem Deutschen Multimedia-Verband gegründet haben. Auf ehrenamtlicher Basis wollen sie auch bei Politikern für bessere Bedingungen für die Neugründer kämpfen. Beispielsweise die Besteuerung kleiner Unternehmer ist vielen kleinen Firmen ein Dorn im Auge.

Sprecherin Otto warnte eindringlich davor, die New Economy zu verteufeln. "Wir laufen Gefahr, die in Deutschland frisch entfachte Gründerkultur tot zu reden." Auch aus Sicht von Entenmann gibt es für den momentanen Pessimismus keinen Anlass. Die Kursverluste am Neuen Markt seien zwar Zeichen der Verunsicherung, änderten aber nichts an dem gigantischen Wachstumspotenzial des Internet. "Wir befinden uns mitten in einer technischen Revolution."

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