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Verbandspräsident: Stahlpreise werden weiter steigenDPA-Datum: 2004-07-11 19:21:56

(dpa-AFX) Berlin - Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Ansicht des Präsidenten der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, auf weiter steigende Stahlpreise einstellen müssen. Wie Ameling der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe) sagte, werden steigende Rohstoffpreise, das Wachstum in Asien und der finanzielle Nachholbedarf der Stahlkonzerne ein Sinken des Stahlpreises verhindern.

(dpa-AFX) Berlin - Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Ansicht des Präsidenten der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Dieter Ameling, auf weiter steigende Stahlpreise einstellen müssen. Wie Ameling der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe) sagte, werden steigende Rohstoffpreise, das Wachstum in Asien und der finanzielle Nachholbedarf der Stahlkonzerne ein Sinken des Stahlpreises verhindern.

"Die Stahlunternehmen konnten in den letzten 15 Jahren wegen der zu niedrigen Preise nicht rentabel arbeiten. Das wird nun nachgeholt werden". Trotz zweier Preisrunden im vorigen Jahr habe er aber Zweifel, ob das Gros der Stahlhersteller bereits rentabel arbeitet - und dies betreffe nicht nur die Unternehmen in Deutschland. Der hohe Kostendruck werde zudem dafür sorgen, dass die Konsolidierung in der Branche zu größeren Einheiten fortschreiten wird. "Wir sind hier noch nicht am Ende. Die künftigen Fusionen werden aber nicht mehr national, sondern Länder übergreifend erfolgen."

Seit dem zweiten Quartal vorigen Jahres haben die Unternehmen die Stahlpreise in mehreren Runden angehoben. "Der Branche geht es nun gut. Aber der Stahlpreis müsste wegen der hohen Rohstoffkosten noch besser sein", sagte der Verbandspräsident. Amelin geht trotzdem davon aus, dass in Deutschland im laufenden Jahr mehr Rohstahl hergestellt wird als im Vorjahr. "Wir werden leicht über 2003 liegen, zwischen 46 und 46,5 Millionen Tonnen." Im Vorjahr wurden noch rund 44,8 Millionen Tonnen hergestellt. Weltweit beläuft sich die Rohstahlproduktion auf rund eine Milliarde Tonnen.

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