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Verbesserte Arbeitsmarktlage stärkt Optimismus der US-Verbraucher

(dpa-AFX) NEW York - Die verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt lässt die US-Verbraucher so optimistisch in die Zukunft blicken wie seit zwei Jahren nicht mehr. Ökonomen sehen darin ein Indiz für ein anhaltend robustes Wachstum in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sollten weitere Konjunkturdaten diesen Eindruck bestätigen, könnte die US-Notenbank ihre Zinsen schneller als erwartet anheben, hieß es.

(dpa-AFX) NEW York - Die verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt lässt die US-Verbraucher so optimistisch in die Zukunft blicken wie seit zwei Jahren nicht mehr. Ökonomen sehen darin ein Indiz für ein anhaltend robustes Wachstum in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sollten weitere Konjunkturdaten diesen Eindruck bestätigen, könnte die US-Notenbank ihre Zinsen schneller als erwartet anheben, hieß es.

Wie das private Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board am Dienstag in New York mitteilte, ist der Index für das Verbrauchervertrauen im Juli von revidierten 102,8 im Vormonat auf 106,1 Punkte gestiegen. Das ist der höchste Stand seit Juni 2002. Der private Verbrauch macht in den Vereinigten Staaten etwa zwei Drittel der gesamtwirtschaftlichen Leistung aus.

Euroo Runter - Börsen Rauf

Der Eurokurs < Eurous.FX1 > fiel nach Bekanntgabe der Daten auf den tiefsten Stand seit 24. Juni und kostete zuletzt 1,2051 Dollar. Am Vormittag war der Euro nach dem unerwartet gut ausgefallenen ifo-Geschäftsklimaindex noch bis auf 1,2189 Dollar gestiegen. Die Kurse deutscher Anleihen gaben weiter nach. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future < Fgbl092004f.DTB > verlor zuletzt um 0,10 Prozent auf 113,62 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe legte um 0,008 Punkte auf 4,238 Prozent zu. Die Aktienmärkte in New York < Indu.IND > und in Europa < DAX.ETR > zogen an.

Die Volkswirte der Commerzbank führten den Optimismus der amerikanischen Verbraucher vor allem auf die verbesserte Arbeitsmarktlage zurück. "Einmal mehr reflektiert die fortgesetzte Stimmungsaufhellung die sich entspannende Arbeitsmarktlage", sagte Commerzbank-Experte Patrick Franke. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sind in den USA 1,27 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Für Juli erwartet Franke ebenso wie Joseph A. Lavorgna von der Deutschen Bank einen weiteren Zuwachs von rund 250.000 Jobs.

Zinsen

Bei anhaltend guten US-Konjunkturzahlen hält Ökonom Jens-Uwe Wächter von der Dekabank eine schnellere Anhebung der Leitzinsen durch die US-Notenbank für möglich. Die Federal Reserve hatte am 30. Juni ihren Leitzins von 1,00 auf 1,25 Prozent und damit zum ersten Mal seit vier Jahren erhöht. Notenbankchef Alan Greenspan hatte danach weitere maßvolle Zinserhöhungen angedeutet.

Im Laufe dieser Woche werden unter anderem die Daten zu den Aufträgen für langlebige Wirtschaftsgüter, die Verbraucherstimmung der Uni Michigan und der Chicago-Einkaufsmanagerindex veröffentlicht.

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