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Verbesserte Sicherheitsauflagen haben Ralf Schumacher gerettet

München/Indianapolis (dpa) - Ralf Schumacher hatte bei seinem schweren Unfall in Indianapolis Glück im Unglück, aber er hat auch dank der immer weiter verbesserten Sicherheitsmaßnahmen in der Formel 1 keine ernsthaften Verletzungen erlitten.

München/Indianapolis (dpa) - Ralf Schumacher hatte bei seinem schweren Unfall in Indianapolis Glück im Unglück, aber er hat auch dank der immer weiter verbesserten Sicherheitsmaßnahmen in der Formel 1 keine ernsthaften Verletzungen erlitten.

In den vergangenen Jahren haben strenge Vorschriften, verschärfte Tests und bestes Material die Chancen der Fahrer erhöht, auch Hochgeschwindigkeits-Einschläge mit über 300 km/h glimpflich zu überstehen. Vor allem als Konsequenz aus den tödlichen Crashs von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger 1994 sowie Michael Schumachers Unfall 1999 wurde die Sicherheitsforschung deutlich weiterentwickelt.

Nach Angaben von Ex-Weltmeister Niki Lauda hat die Tatsache, dass Ralf Schumacher rückwärts in die Mauer prallte, den Kerpener vor schweren Verletzungen bewahrt. Demnach hätten sich bei dem Crash vor allem der Kopf- und Nackenschutz am Cockpit-Rand sowie der mit dem Helm verbundene Kopfschutz HANS («Head And Neck Support») besonders bewährt, argumentierte Lauda in RTL.

Erhöhte Cockpit-Wände und besondere Polsterungen, deren hochmoderner Confor-Kunststoff Energie absorbiert, sind heute allgemein Standard. Auch die Crash-Tests für die Kohlefaser- Sicherheitszelle, in der der Fahrer sitzt, wurden in den vergangenen Jahren immer wieder verschärft. Die aktuelle Art der Bergung des Piloten - zusammen mit dem Sitz - aus dem Unfall-Wagen hat sich auch bewährt. Zudem wurde die Forschung verbessert. Schwere Unfälle lässt der Internationale Automobilverband (FIA) seit 1997 in einem Labor des englischen TÜV, dem Transport Research Laboratory, simulieren, indem die Materialen mit den gleichen Kräften wie beim echten Crash belastet werden.

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