Verbesserung trotz Konjunkturabkühlung: Europa-Chef: "Apple hat Talsohle durchschritten"

Verbesserung trotz Konjunkturabkühlung
Europa-Chef: "Apple hat Talsohle durchschritten"

Der US-Computerhersteller Apple sieht sich nach einem "harten Jahr 2001" wieder im Aufwind und rechnet nach den Worten von Europa-Chef Pascal Cagni aufgrund neuer Produkte mit Zuwächsen. "Man muss zwar vorsichtig sein", sagte Cagni am Donnerstag, "aber 2002 sollte besser werden".

Reuters MÜNCHEN. Im laufenden Jahr werde Apple unter anderem von der Einführung des neuen iMac profitieren, der in Deutschland beispielsweise im Februar auf den Markt kommen soll und den vor drei Jahren eingeführten Vorgänger ablösen wird. Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 bezeichnete Cagni als "solide".

Apple hatte am Mittwochabend nach Börsenschluss (US-Ortszeit) für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 (zum Ende Dezember) einen Gewinn von 38 Mill. $ ausgewiesen und damit die Analystenerwartungen weitgehend erfüllt. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von 195 Mill. $ verbucht worden. Der Umsatz belief sich auf 1,38 (1,0) Mrd. $. "Es ist uns trotz der allgemeinen Konjunkturabkühlung gelungen, die Zahlen deutlich zu verbessern", resümierte Cagni.

In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) konnte Apple eigenen Angaben zufolge im Jahresvergleich den Umsatz um 11 % auf 363 Mill. $ steigern. Zugleich sank die Anzahl der verkauften Einheiten um 7 %. Cagni zufolge lässt sich diese Entwicklung auf eine Veränderung des Produktmixes zurückführen. Insbesondere der Anteil des Mobil-Bereichs – vorwiegend Laptops – habe sich "massiv erhöht". Dies gelte auch für hochpreisige Produkte wie beispielsweise das Titanium PowerBook, eine Entwicklung die insbesondere für Deutschland zutreffe. Mittlerweile belaufe sich der Anteil der Mobil-Segments auf rund 40 %.

Den Markteinteil von Apple in Europa bezifferte Cagni auf 2,5 bis 4 %. Allerdings seien diese Zahlen nicht aussagekräftig, da Apple keineswegs den Gesamtmarkt im Auge habe. Im anvisierten Professional-Segment sei man mit etwa 30 % Marktführer, im Bildungsbereich liege der Marktanteil bei rund 10 %, sagte der Europa-Chef.

Seine zuversichtlich Einschätzung für die nächsten Quartale begründete Cagni mit der Einführung des neuen iMacs sowie multimedialen Anwendungen, etwa für DVD, Foto- oder Filmbearbeitung. Gerade in Deutschland komme hierzu noch der allgemeine Trend, Schulen mit Computern auszurüsten, wobei vermehrt auf mobile Geräte zurückgegriffen werde. Darüber hinaus habe sich die wirtschaftliche Lage in Europa keineswegs so stark abgekühlt wie in den vergangenen Monaten in den USA. "In Europa gibt es keine Rezession", resümierte Cagni.

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