Verbindung nach Prag bleibt unterbrochen
Dresdner Hauptbahnhof wieder am Netz

Drei Wochen nach der Flutkatastrophe hat die Bahn am Montag den Fernverkehr zum Dresdner Hauptbahnhof wieder aufgenommen. Als erster Fernzug kam nach Angaben der Deutschen Bahn der Intercity 879 von Hamburg über Berlin um 7.47 Uhr pünktlich in Dresden an.

dpa/ddp/HB DRESDEN. Der Zug kann jedoch bis auf weiteres wegen der Hochwasserschäden nicht bis Prag weiterfahren. Für Fahrten nach Tschechien empfiehlt die Bahn Verbindungen über Nürnberg/Cheb. Reisende von und nach Dresden sollten über Berlin und nicht über Leipzig fahren, da die Kapazität der Busse, die zwischen Leipzig und Dresden eingesetzt würden, begrenzt sei.

Abweichend vom Regelfahrplan erreichen die Züge den Dresdner Hauptbahnhof jedoch fünf bis zehn Minuten später, wie die Bahn am Montag in Frankfurt am Main mitteilte. Züge Richtung Hamburg fahren den Angaben zufolge früher ab. Auf anderen Strecken führen Flutschäden nach wie vor zu teils erheblichen Beeinträchtigungen des Zugverkehrs. In dieser Woche soll eine genaue Schadensaufnahme abgeschlossen werden.

Auf der Strecke Hamburg-Berlin-Leipzig-Nürnberg-München fahren bereits seit vergangenem Donnerstag Züge. Da auf Grund des Hochwassers abschnittsweise nur ein Gleis zur Verfügung stehe, sei weiterhin in beiden Richtungen mit Verspätungen von etwa 15 bis 20 Minuten zu rechnen.

Die ICE-Züge der Linie 9 (Saarbrücken-Frankfurt/Main-Erfurt-Leipzig-Dresden) fahren laut Bahn nach wie vor nur bis und ab Leipzig. Von Leipzig nach Dresden bestehe ein Busverkehr. Auf der ICE-Linie von Nürnberg nach Dresden beginnen und enden die Züge auch weiterhin in Chemnitz.

Der Interregioverkehr zwischen Leipzig und Dresden falle weiter aus, ebenso werde die Strecke Berlin-Riesa-Chemnitz) noch nicht befahren, berichtete die Bahn.

Reisende, die in die betroffenen Gebiete fahren möchten, können sich rund um die Uhr unter der Sonder-Hotline 0800 / 66 44 22 8 über die aktuelle Lage informieren.

Der Dresdner Hauptbahnhof war am 13. August von der Weißeritz durchflutet worden. Nach Angaben von Bahnsprecher Volker Knauer hat das Hochwasser allein am Dresdner Hauptbahnhof einen Schaden von rund 42 Millionen Euro verursacht. Die Dauer der Reparaturarbeiten an Gebäude und Technik sei noch nicht abschätzbar. In den vergangenen Tagen war der Bahnhof nur von S-Bahnen angefahren worden.

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