Verbindung zu El Kaida möglich
„Keine tödlichen Mengen“ von Ricin in Paris

In einem Schließfach des Pariser Bahnhofs Gare de Lyon sind am vergangenen Montag Spuren des tödlichen Biokampfstoffs Ricin sichergestellt worden. Es seien aber "keine tödlichen Mengen" der giftigen Chemikalie gewesen, sagte der französische Innenminister Nicolas Sarkozy am Freitag dem Rundfunksender Europe 1.

HB/dpa PARIS. Er schloss einen Zusammenhang mit dem Terror-Netzwerk El Kaida des Osama bin Laden nicht aus. "Keine Panik", hieß es in Sarkozys Ministerium, "der Fund lässt sich nicht mit dem Krieg im Irak in Verbindung bringen." Die Flakons enthielten auch "Ethanol und Azeton, die zur Herstellung von Ricin dienen können", sagte Sarkozy. Der Minister schloss einen Zusammenhang mit dem Ricin-Fund Anfang Januar in London nicht aus. Die britische Anti-Terror-Polizei hatte geringe Mengen der Chemikalie sichergestellt und sieben Männer festgenommen, darunter sechs Algerier. Sie wurden verdächtigt, Verbindung zu El Kaida zu haben.

Es gebe keine Hinweise auf eine akute Gefahr von Terroranschlägen in Frankreich, betonte Sarkozy. Seit November habe es in Frankreich im Zusammenhang mit der Fahndung nach islamistischen Terroristen 29 Festnahmen durch die Antiterror-Sektion gegeben. Möglicherweise gebe es einen Zusammenhang mit dem Giftfund und den neun im Oktober bei Paris verhafteten mutmaßlichen islamistischen Terroristen, sagte er. Beweisen könnten das die Anti-Terror-Ermittler bisher jedoch nicht.

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