Verbot gilt auch für Extraktionsfette
Schweiz verbietet Tiermehlverfütterung fast vollständig

In der Schweiz darf ab dem 1. Januar 2001 kein Tiermehl mehr an landwirtschaftliche Nutztiere verfüttert werden. Das beschloss die Regierung (Bundesrat) am Mittwoch. Das Verfütterungsverbot gilt auch für Extraktionsfette, die bei der Produktion von Tiermehlen anfallen.

Reuters BERN. Mit dem generellen Verbot will die Regierung eine völlige Ausrottung der Rinderseuche BSE in der Schweiz erreichen. Da im Land die Kapazitäten fehlen, um Tierkadaver und Risiko-Schlachtabfälle direkt zu verbrennen, wird weiter Tiermehl hergestellt, das dann aber in den Öfen von Zementwerken verbrannt werden soll.

Die Tiermehl-Fütterung gilt als einer der Hauptübertragungswege für BSE. In der Schweiz wurden bereits 1990 die Verwendung von Risikoorgane von Rindern - Gehirn, Rückenmarkt - in Lebensmitteln verboten. Seit 1996 müssen diese Organe verbrannt werden. Weil aber in den vergangenen Wochen zwei BSE-kranke Kühe festgestellt wurden, die nach den verschärften Maßnahmen von 1996 geboren worden sind, verlangten Experten und auch der Einzelhandel ein generelles Verbot der Tiermehlverfütterung.

Erlaubt bleibt das Verfüttern "von bestimmten Schlachtabfällen, die von der Fleischkontrolle als nicht gesundheitsschädlich bezeichnet worden sind, in flüssiger Form an Schweine", hieß es in der Mitteilung des Bundesrates weiter. Fischmehl wird nur für Wiederkäuer verboten.

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