Verbraucher-Insolvenzen steigen deutlich
Zahl der Firmenpleiten steuert auf neues Rekordjahr zu

Die Unternehmens-Pleiten in Deutschland steuern in diesem Jahr auf einen neuen Höchststand zu. In den ersten sieben Monaten mussten bereits fast 19 000 Firmen Insolvenz anmelden (+18 %), teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit werde der im Jahr 2000 erreichte Rekord für das Gesamtjahr "mit Sicherheit übertroffen", sagte ein Sprecher der Behörde.

afp WIESBADEN. Auch die Zahl der Verbraucher-Insolvenzen stieg um rund 50 % auf 8000 (5300) kräftig an. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl der Firmen-Insolvenzen mit 28 235 den bisher höchsten Stand erreicht. Im Juli dieses Jahres erhöhten sie sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 12 % auf 2 760. Betroffen waren dadurch 15 000 Arbeitnehmer. Besonders stark zeigte sich die Krise erneut in der Baubranche. Firmen des Baugewerbes standen mit 754 Insolvenzen an der Spitze.

Es folge mit 577 Fällen das Grundstücks- und Wohnungswesen und damit Bauträger, Wohnungsverwaltungsgesellschaften, Makler und Beteiligungsgesellschaften. Auf Platz drei stand der Bereich Handel, Instandhaltung und Kfz-Reparatur mit 485. Mit den Juli-Zahlen setzt sich der seit Jahresanfang zu verzeichnende Negativtrend nur geringfügig gebremst fort. Die Mittelstands und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU - nannte den hohen Anstieg im Juli "absehbar". Mittelständische Unternehmen seien unter der rot-grünen Bundesregierung durch eine Reihe von Gesetzen von der Ökosteuer über höhere Beitragssätze für die Krankenversicherung und das Betriebsverfassungsgesetz überdurchschnittlich stark belastet worden.

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