Verbraucher verderben Kauflaune
Wall Street schließt fast unverändert

Nach einem guten Start drehten die Indizes an der Wall Street ins Minus. Gegen Handelsschluss schwankten die Kurse um das Vortagesniveau. Das gesunkene US-Verbrauchervertrauen hatte den Händlern die Kauflaune verdorben. Zu den größten Verlierern gehörten Home Depot und Intel.

juh NEW YORK. Die Händler an den US-Aktienmärkten hat der Mut wieder verlassen - die Rally vom Montag setzte sich am Dienstag nicht fort. Grund für die schlechtere Stimmung war ein stärker als erwarteter Rückgang des Verbrauchervertrauens im Februar. Nach einem guten Start drehten die Märkte ins Minus und tendierten bei Handelsschluss um das Niveau des Vortages.

Der US-Konsumenten-Index war von einem Fünf-Monats-Hoch aus gefallen. Diese Entwicklung spiegelt sinkenden Optimismus bezüglich Beschäftigungssituation und Einkommen wieder. Bisher hatten vor allem die Konsumenten die Wirtschaft während der Rezession gestützt.

Gerüchte um die Landung von US-Spezial-Truppen im Irak verstärkten die Kursverluste zur Handelsmitte. Ein Sprecher des Pentagons bestritt die Militäraktion jedoch wenig später.

Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte schloss nach anfänglichen Gewinnen mit 0,3% im Minus. Der breiter gefasste Standard-&-Poors-500-Index machte eine ähnliche Entwicklung durch und notierte bei Handelsschluss unverändert. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index konnte die Verluste bis zur Schlussglocke nicht wieder ganz wettmachen und präsentierte sich mit einem Minus von 0,2 %.

Die Discount-Warenhaus-Ketten Wal Mart (+2,5 %) und Target (+2,5 %) stiegen und stützten damit den S&P-Index. Händler erwarten, dass Konsumenten aufgrund sinkenden Einkommens vermehrt preiswerte Discount-Produkte einkaufen werden.

Computer-Werte waren zur Handelsmitte besonders gefragt. Sun Microsystems legten rund 2 % zu. Europas größter Verkäufer von Sun-Computern, Morse, hatte von Zeichen der Stabilisierung berichtet. Datenträger-Spezialist EMC verteuerten sich um 1,5 %, auch Juniper Networks legten zu (+ 5 %).

Selbst gute Meldungen aus den Unternehmen konnten den Kursverfall vieler Werte nicht aufhalten. Für Palm ging es aufwärts, bevor der Kurs ins Minus drehte. Das Unternehmen darf seine Hand-Held-Computer weiter verkaufen, während es gegen eine Urheberrechtsentscheidung, die den Vertrieb einer Software zur Erfassung von Handschriften untersagt, vorgeht. Ein US-Gericht hatte entschieden, dass Palm mit der Software ein Patent von Xerox verletze. Im Verlauf büßten Palm ihre Gewinne ein und sanken um rund 4 %. Xerox verloren 0,5%.

Home Depot sackten nach einem guten Start um 0,5 % ab, obwohl das Unternehmen Presseberichten zufolge über besser als erwartete Zahlen für das erste Quartal berichtet hatte. Danach übertreffe der Gewinn je Aktie durchschnittliche Analystenschätzungen.

Toll Brothers legten mehr als 7,5 % zu. Der Hersteller von Luxus-Häusern hat im ersten Quartal seine Netto-Einnahmen stark steigern können. Für das Gesamtjahr 2002 rechnet das Unternehmen mit einem höheren Gewinn je Aktie als von Analysten geschätzt.

Zu den größten Verlierern gehörten Flextronics (-6 %). Der Hersteller von Handys für große Markenunternehmen wie Nokia oder Sony hatte angekündigt, dass die Zahlen für das vierte Quartal am untersten Ende der Erwartungsskala stehen würden. Grund sei die gesunkene Nachfrage der Telefonhersteller.

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