Verbraucherdaten stützen
US-Börsen zum Schluss erholt

Die Hoffnung der Anleger auf steigende Verbraucherausgaben hat an den US-Börsen am Freitag im späten Geschäft zu einer Erholung beigetragen. Standardwerte und der breite Markt schlossen im Plus nach Kursverlusten im Geschäftsverlauf, die Technologiebörse Nasdaq beendete die Sitzung kaum verändert. Der vorsichtige Ausblick des US-Computerkonzerns Dell sowie ein negativer Analysten-Kommentar zu den Aktien von Intel belasteten die Technologiewerte.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index stieg zum Handelsschluss 0,4 % auf rund 8 578 Punkte. Die US-Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 % auf rund 1 411 Punkte, der breiter gefasste S&P-500-Index notierte 0,6 % höher bei 910 Zählern.

Das US-Verbrauchervertrauen war im November überraschend deutlich gewachsen. Der Index der Universität Michigan stieg vorläufig auf 85,0 von 80,6 Punkten im Oktober, wie aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg auf 82,3 Punkte vorausgesagt.

"Die Stimmung verbessert sich, der Verbraucher wird sich wahrscheinlich nicht verabschieden", sagte Brian Pears, Leiter Aktienhandel bei Victory Capital Management. Der private Konsum ist für mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung verantwortlich. "Die Konjunktur ist zwar nicht so stark wie sie sein sollte, aber es sieht so aus, als ob diese Stütze in der nächsten Zeit da sein wird."

Intel und GE fallen nach Herabstufung

Belastend für den Technologiesektor wirkten sich nach Händlerangaben jedoch vor allem die Herabstufung der Aktien des weltweit größten Chipherstellers Intel und die vorsichtige Prognose des Computerherstellers Dell aus. Intel-Aktien gaben rund 2,8 % auf 18,68 $ nach, nachdem die Investmentbank Merrill Lynch ihre Bewertung der Papiere auf "Sell" von "Neutral" herabgesetzt hatte. Die Bank begründete dies mit dem trüben Ausblick für den weltweiten Chipmarkt.

Die Titel des Computerherstellers Dell notierten gut 3,6 % schwächer bei 29,82 $. Das Unternehmen hatte zwar im abgelaufenen dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt, für das vierte Quartal aber einen Zuwachs angekündigt, der den Markt eher enttäuschte.

Auch die Aktien des US-Mischkonzerns General Electric gaben deutlich um 2,6 % auf 23,86 $ nach, nachdem J.P. Morgan Securities die GE-Titel auf "Underweight" herabgestuft und die Gewinnprognosen für 2003 gesenkt hatte. Die GE-Titel waren Umsatzspitzenreiter an der New York Stock Exchange.

Diese Nachrichten hätten bei den Anlegern Sorgen um die schleppende wirtschaftliche Erholung und die Entwicklung der Unternehmensgewinne verstärkt, sagten Händler. "Es herrscht allgemein die Ansicht vor, dass die Unternehmen immer noch unter Druck sind", sagte Chris Wolfe, Aktienstratege bei J.P. Die Anleger befürchteten, dass die Vorankündigungen der Unternehmen enttäuschen könnten.

Die Aktien des PC-Herstellers Gateway rutschten rund 15 Prozent auf 3,56 Dollar ab. Das Unternehmen hatte am Vortag mitgeteilt, die US-Wertpapierbehörde (SEC) ermittele bei dem Unternehmen seit Ende 2000.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,39 Mrd. Aktien den Besitzer. 1 937 Werte legten zu, 1 315 gaben nach und 163 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Mrd. Aktien 1 554 im Plus, 1 736 im Minus und 8 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 8/32 auf 99-24/32. Sie rentierten mit 4,03 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten 20/32 auf 106-30/32 und hatten eine Rendite von 4,92 %.

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