Verbraucherschützer setzten sich durch
Einstweilige Verfügung gegen die Victoria

Im Streit um die Werbung von Versicherungen zur privaten Altersvorsorge haben Verbraucherschützer sich durchgesetzt. Das Landgericht Düsseldorf erließ eine einstweilige Verfügung gegen die Victoria-Lebensversicherung, wie die Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen, die die Verfügung beantragt hatte, am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte.

ap DüSSELDORF. Der Gesellschaft werde damit verboten, mit unzutreffenden Aussagen Werbung für Produkte der privaten Altersvorsorge zu machen. Obwohl solche Angebote mit staatlichem Zertifikat erst zu Beginn des kommenden Jahres vorliegen werden, hatte die Victoria AG bereits im Mai in einer bundesweiten Plakataktion und im Internet suggeriert, es sei `höchste Zeit, selbst die Initiative zu ergreifen". Dabei sei der Eindruck erweckt worden, dass es bereits jetzt förderfähige Produkte gebe, die den Kunden `alle Vorteile" böten. Diese Werbung untersagte das Gericht am Donnerstag, wie es in der Mitteilung der Verbraucher-Zentrale hieß.

Mit ähnlicher Werbung waren ab Mai auch andere Versicherungen auf Kundenfang gegangen. Laut Verbraucher-Zentrale hat die Aachener und Münchener Versicherung die geforderte Unterlassungserklärung inzwischen abgegeben. Mit der Provinzial sind die Verbraucherschützer nach eigenen Angaben `noch im Gespräch". Auch gegen die Mannheimer Versicherung soll vor Gericht eine einstweilige Verfügung beantragt werden, irreführende Werbung zur privaten Altersvorsorge zu unterlassen, teilte ein Sprecher der Verbraucher-Zentrale in Düsseldorf mit.

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