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Verbraucherschützer: Vorsicht bei Anlagetipps von Geld-ProfisDPA-Datum: 2004-07-20 18:40:51

(dpa-AFX) Düsseldorf - Anlageprofis der Banken und Sparkassen hat die Verbraucherzentrale NRW ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Das Ergebnis eines Tests - ein "Student" wollte nach einer Erbschaft 15 000 Euro anlegen - sei meist "erschütternd" gewesen, teilten die Verbraucherschützer am Dienstag in Düsseldorf mit. Kaum einer der Anlageberater habe sich für den finanziellen Hintergrund der Ratsuchenden, für ihre besonderen Vorlieben oder Anlagewünsche oder für laufende Kosten oder finanzielle Verpflichtungen interessiert.

(dpa-AFX) Düsseldorf - Anlageprofis der Banken und Sparkassen hat die Verbraucherzentrale NRW ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Das Ergebnis eines Tests - ein "Student" wollte nach einer Erbschaft 15 000 Euro anlegen - sei meist "erschütternd" gewesen, teilten die Verbraucherschützer am Dienstag in Düsseldorf mit. Kaum einer der Anlageberater habe sich für den finanziellen Hintergrund der Ratsuchenden, für ihre besonderen Vorlieben oder Anlagewünsche oder für laufende Kosten oder finanzielle Verpflichtungen interessiert.

Mit der "Legende", vom Großvater 15 000 Euro geerbt zu haben, hatten Studenten im Auftrag der Verbraucherschützer 30 Banken und Sparkassen aufgesucht, um zu erfahren, wie das Geld am sinnvollsten angelegt werden könnte.

Zwölf der befragten Anlage-Profis machten den jungen Leuten den "ungewissen Gang aufs Börsen-Parkett" schmackhaft. Statt "sehr konservative und sichere" Ratschläge zu erteilen, hätten die Berater Investitionen in risikoreiche Investments wie Aktien oder Fonds vorgeschlagen, ohne über die Gefahr eines damit möglicherweise verbundenen Geldverlustes aufzuklären, bemängelten die Verbraucherschützer. Fazit: "Das Interesse am Kunden war insgesamt lau. Die Beratung war zumeist mangelhaft."

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