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Verbraucherschutzminister Sinner: Kritischer Kopf aus CSU-Fraktion

dpa MÜNCHEN. Eberhard Sinner gilt in der Landtags-CSU als ebenso kreativer wie kritischer Kopf. Der 56-jährige ehemalige Forstdirektor aus Lohr am Main hat in den parteiinternen Affären der Vergangenheit selten ein Blatt vor den Mund genommen. Er galt nicht unbedingt als enger Vertrauter von Edmund Stoiber (CSU). Dass der Regierungschef ihn nach dem Rückzug des ursprünglich vorgesehenen Wolfgang Herrmann zum neuen Minister für Verbraucherschutz, Gesundheit und Ernährung machte, hat Sinner unter anderem seiner unterfränkischen Herkunft zu verdanken.

Der evangelische Vater von zwei Kinder sitzt seit 1986 im Landtag und profilierte sich vor allem mit umwelt- und agrarpolitischen Themen. In der BSE-Krise legte er schon sehr früh ein Grundsatzpapier vor, das eine Wende in der Agrarwirtschaft forderte. Sinner war zunächst als Staatssekretär im Umweltministerium als Nachfolger für Christa Stewens vorgesehen, die für die zurückgetretene Barbara Stamm Sozialministerin wird.

In den eigenen Reihen hat der meist gut gelaunte Abgeordnete einen guten Stand. Auch bei Fraktionschef Alois Glück war er hoch geschätzt. Seit 1970 in der CSU, engagierte sich Sinner zunächst als Stadt- und Kreisrat. Im Bezirksverband Unterfranken ist er stellvertretender Vorsitzender.

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