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Verbrauchervertrauen unerwartet robust

Die am Freitag veröffentlichten Wirtschaftsdaten sind überwiegend besser als erwartet ausgefallen. Die Indizes verbessern sich nach der Vorlage der Daten. Der Dow notiert 0,4 Prozent, der Nasdaq Composite ein Prozent höher.

Amerikaner sind die geborenen Optimisten. Darauf deutet auch zum Wochenausklang das Verbrauchervertrauen für den Dezember. Der Indikator des so genannten Conference Boards lag mit 93,7 Punkten deutlich über den Analystenschätzungen von 83 Punkten. Dies ist der erste Anstieg seit einem halben Jahr und zudem auch noch der größte Anstieg seit Februar 1998. Vor allem das Vertrauen in die Zukunft befindet sich wieder im Aufwind. Der in dem Index enthaltener Indikator stieg von 77,3 im November auf 91,5 Punkte. Ein klares Signal, dass die US-Konjunktur den Turnaround geschafft und die Entlassungswelle dem Ende entgegen geht. So fielen die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung seit dem Top im September von 535.000 Anträge auf zu Zeit 392.000.

Vor Börseneröffnung wurde ein Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der vergangenen Woche um 7.000 auf 392.000 gemeldet. Erwartet wurde ein Anstieg auf 400.000 Anträge. Die Auftragseingänge langlebiger Güter fielen im November wiederum um 4,8 Prozent. Analysten stellten sich auf einen Rückgang um 5,5 Prozent ein. Exklusive des volatilen Transportbereiches kam es sogar zu einem Anstieg um 1,1 Prozent.

Amerikanische Investoren scheinen ein noch immer ausgesprochen nervöses Volk zu sein. Laut Trim Tabs verzeichneten US-Aktienfonds in der vorhergehenden Woche 4,5 Milliarden Dollar an Kapitalzuflüssen, mussten aber in der Woche zum 26. Dezember 1,5 Milliarden Dollar an Abflüssen hinnehmen.

America Online, der Internetbereich des Medienkonzerns AOL Time Warner, verfügt über weltweit nun mehr als 33 Millionen Internet-Abonnenten. Im Durchschnitt verbringe jeder Nutzer täglich 70 Minuten Online. "Das anhaltend robuste Wachstum was den Zugewinn neuer Kunden und deren tägliche Verweildauer im Internet betrifft, ebenso wie die zunehmende Popularität unseres Musik- und Unterhaltungsangebots, unterstreicht den steigenden Wert des AOL Service", so Vorstand Barry Schuler. Die Aktie steigt um rund zwei Prozent.

Laut dem Brokerhaus Robertson Stephens verläuft das vierte Quartal für Amazon gemäß den Erwartungen des Managements. Dies ändere aber nichts an den langfristig eher trüben Aussichten. So stünden die Chancen einer deutlichen Umsatzausweitung ziemlich schlecht. Im Internetsektor stehen auch die Aktien von Yahoo im Mittelpunkt, sie steigen um sechs Prozent. Henry Blodget, der einstige Star-Analyst von Merrill Lynch der in Kürze das Brokerhaus verlassen wird, äußert sich positiv zu dem Internetwert. Die Aktie sei nicht so teuer, wie es auf den ersten Blick erscheine. Das Potenzial der Aktie sei noch lange nicht ausgeschöpft.

Im Chipsektor stehen wiederum die Aktien von Micron Technology in den Schlagzeilen. Laut Presseberichten, könnte sich der südkoreanische Chiphersteller Hynix Semiconductor von der DRAM Sparte verabschieden und den Bereich an Micron Technology verkaufen. Durch den Verkauf solle Hynix neben einem Anteil an Micron auch Zusagen von Investitionen durch Micron in die verbleibenden Chipbereiche erhalten, heisst es weiter. Schon seit Wochen ist bekannt, dass die beiden Konzerne über die verschiedensten Formen einer Zusammenarbeit oder anderer Allianzen verhandeln. Laut Hynix hoffen beide Seiten im kommenden Monat einen Deal auf Papier gebracht zu haben.

Mit fast 60 Prozent führt Microsoft die Gewinnerliste im Dow Jones Index für 2001 an. Und auch am vorletzten Handelstag vor dem neuen Jahr kann der Konzern mit guten Nachrichten aufwarten - das bringt die Aktie in die Spitzenposition in Dow und Nasdaq. Die Nachfrage für die X-Box Spielkonsole entwickelt sich gemäß den Erwartungen des Managaments. Pro Woche liefert Microsoft über 100.000 X-Boxen aus. Um die Spielkonsole für die Nutzer noch interessanter zu machen, plant man bis April zehn weitere Spiele vorzustellen. Was die Anzahl an verfügbaren Spielen betrifft, habe man schon jetzt die internen Ziele übertroffen.

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