Archiv
Verbrauervertrauen auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren

Das Konsumentenvertrauen ist im Februar auf den niedrigsten Stand seit 1996 gesunken. Mit 106,8 Punkten liegt der Index rund vier Punkte niedriger als von den Experten erwartet. Anleger hoffen nun auf eine Reaktion der US-Notenbank. Um die US-Wirtschaft vor einer harten Landung zu bewahren, wäre nun schnelles Handeln angesagt, bevor das Vertrauen in die Zukunft weiter sinkt.

Mehrere Brokerhäuser hatten sich bereits Ende vergangener Woche positiv über die Chance einer baldigen Zinssenkung geäußert. Am aggressivsten meldete sich Bear Stearns Analyst Wayne Angell zu Wort, der eine Zinssenkung noch in dieser Woche zu 80 Prozent für wahrscheinlich hält.



New Yorks Aktienmärkte präsentierten sich einheitlich im Minus. Während der Nasdaq Index auch heute schwach in den Handel startet, konnte der Dow Jones Index zumindest in den ersten Handelsminuten Punkte gut machten, drehte dann aber in die Verlustzone.



Neben Unternehmensnachrichten sorgen Analystenkommentare auf dem High-Techsektor für Kurseinbußen. Die Analysten von Banc of America nehmen heute die B2B-Werte unter die Lupe. So bestätigen die Experten zwar die Einstufung für Ariba auf "aggressiv kaufen", reduzieren aber das Kurziel von 70 auf 40 Dollar. Ebenfalls kritisch haben die Analysten die Aktien von Commerce One, JAD Software, SAP und Siebel untersuchtet .



Zu den größten Verlierern der Technologiebörse gehören am Morgen die Aktien von JDS Uniphase, Qualcomm, Oracle, I2 Technologies und Siebel. I2 Technologies verliert nach einer Gewinnwarnung von Nike. Der Sportschuhkonzern wird die Gewinnerwartungen im dritten Quartal nicht erfüllen können. Für die enttäuschenden Aussichten macht Nike unter anderem die Lagersoftware von I2 Technologies verantwortlich.



Auch bei General Electric fängt der Tag trüb an. Der Energiekonzern muss die Fusion mit Honeywell verschieben. Rotes Licht kommt von der europäischen Wettbewerbsbehörde, die den Zusammenschluss nochmals überprüfen will. Die Vertagung der Entscheidung belast heute nicht nur den Kurs von General Electric. Auch Honeywell verliert in den ersten Handelsminuten an Wert.



Gateway verliert ebenfalls an Wert. Der Konzern könnte die Gewinnerwartungen für das Geschäftsjahr erneut senken, befürchten die Experten von Merrill Lynch. Auch in der zweiten Jahreshälfte würden die PC-Verkäufe voraussichtlich nicht steigen. Der zweitgrößte Direktverkäufer von Heimcomputern werde daher Schwierigkeiten haben, die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr zu erfüllen. Gateway wird heute Abend und morgen ein Analystentreffen abhalten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%