Verdacht: Absprachen bei Preisen und Produktionsquoten
Razzia der EU-Kommission bei italienischen Stahlproduzenten

vwd BRÜSSEL. Mehrere italienische Stahlproduzenten sind ins kartellrechtliche Visier von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti geraten. Die Europäische Kommission teilte am Mittwoch mit, sie habe bereits vor vier Wochen Niederlassungen einer Reihe italienischer Hersteller runder verstärkter Stahlstangen durchsucht. Von der Razzia, die EU-Beamte mit Kollegen der italienischen Kartellbehörde am 19. und 20. Oktober durchgeführt hätten, sei auch der Stahl-Dachverband Federacciai betroffen gewesen. Monti verdächtigt die Unternehmen, sich bei Preisen und Produktionsquoten abgesprochen zu haben.

Sollte die EU-Behörde bei den Hausdurchsuchungen stichhaltige Beweise für ihren Verdacht eines illegalen Kartells gefunden haben, droht den Unternehmen ein Verfahren, an dessen Ende empfindliche Bußgelder stehen können. Theoretisch können diese bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes erreichen; entscheidend ist aber die Dauer und Schwere des Verstoßes sowie der Kooperationswillen der Unternehmen. Die EU-Kommission wies darauf hin, dass sie im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) die alleinige Zuständigkeit für diese Kartelluntersuchung habe.

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