Verdacht auf Betrug
Vivendi: Klage lässt Aktienkurs sinken

Der französisch-amerikanische Medienkonzern Vivendi Universal hat am Montag Klage gegen Unbekannt wegen Betrugsverdachts bei der diesjährigen Hauptversammlung eingereicht. Der Aktienkurs sank nach den Turbulenzen am Montag an der Pariser Börse in einem insgesamt schwächeren Markt zwischenzeitlich um 1,5 Prozent.

dpa PARIS. Der französisch-amerikanische Medienkonzern Vivendi Universal hat am Montag Klage gegen Unbekannt wegen Betrugsverdachts bei der diesjährigen Hauptversammlung eingereicht. Die elektronische Abstimmung ist nach Angaben des Unternehmens möglicherweise von Hackern manipuliert worden. Vivendi will die Versammlung deshalb Anfang Juni wiederholen lassen. Der Aktienkurs sank nach den Turbulenzen am Montag an der Pariser Börse in einem insgesamt schwächeren Markt zwischenzeitlich um 1,5 Prozent 36,21 Euro. Seit Jahresbeginn hat er mehr als 40 Prozent verloren.

Vivendi

-Chef Jean-Marie Messier war auf der Hauptversammlung am vergangenen Mittwoch von Aktionären scharf kritisiert worden, hatte aber dennoch eine deutliche Mehrheit für den Jahresabschluss erhalten. Wegen hoher Sonderabschreibungen im Zuge teurer Übernahmen war 2001 ein Rekordverlust von 13,6 Milliarden Euro entstanden. Die Zustimmungsquoten für die einzelnen Tagesordnungspunkte, die bis auf zwei abgesegnet wurden, lagen allerdings erheblich unter denen der Vorjahre. Zudem gab es einen hohen Prozentsatz von Enthaltungen, die nach Angaben von Vivendi Anlass zu dem Verdacht der Manipulierung gegeben haben. Einen Aktien-Optionsplan, der zusätzliche Anreize für für das leitende Management bieten sollte, lehnten die Aktionäre ab.

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