Verdacht auf Insidergeschäft
Kinowelt muss sich Fragen des Bundesaufsichtsamt stellen

rtr FRANKFURT. Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) in Frankfurt sucht eigenen Angaben zufolge derzeit nach Anhaltspunkten, ob beim Handel mit Kinowelt-Aktien in der vergangenen Woche möglicherweise verbotene Insidergeschäfte gemacht wurden. Eine BAWe-Sprecherin sagte am Dienstag, Anlass für die laufende, routinemäßige Marktanalyse sei, dass sich die Anzahl der gehandelten Aktien am Tag vor Bekanntgabe der Geschäftszahlen des Münchener Medienunternehmens nahezu versechsfacht habe. Nach der Analyse werde das BAWe entscheiden, ob es eine formelle Untersuchung einleite oder nicht, sagte sie weiter und bestätigte damit einen Bericht der Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland".

Die Aktien von Kinowelt waren am vergangenen Freitag auf ein Rekordtief von 7,20 ? gefallen, nachdem das am Neuen Markt gelistete Unternehmen einen Gewinnrückgang bekannt gegeben hatte. Mit dem ausgewiesenen Gewinnrückgang hatte das Unternehmen die eigenen Prognosen und die Analysten-Erwartungen verfehlt. Die Aktien waren bereits am vergangenen Donnerstag eingebrochen. Händler hatten daher die Vermutung geäußert, die negativen Unternehmensnachrichten seien schon am vergangenen Mittwoch in den Markt gesickert. Am Dienstagabend beendeten Kinowelt den Handel in einem festeren Marktumfeld mit einem Minus von 12,78 % auf 7,10 ?.

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