Verdacht auf Insiderhandel
Anklage gegen "Aktionär" Opel

Der frühere stellvertretende Chefredakteur des Anlegermagazins "Der Aktionär", Sascha Opel, muss sich voraussichtlich bald vor Gericht wegen Insiderhandels verantworten. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage erhoben.

Reuters STUTTGART. Sie wirft dem 29 Jahre alten Opel vor, zusammen mit einem 26-jährigen Komplizen aus der Nähe von Bonn Wissensvorsprünge (Insiderwissen) an der Börse ausgenutzt und damit rund 115.000 Mark (58.800 Euro) verdient zu haben. Er habe dabei sowohl gegen das Kreditwesengesetz und das Insiderhandelsverbot verstoßen und Urkundenfälschung begangen, sagte der für Wirtschaftsstrafsachen zuständige Staatsanwalt.

Der gelernte Bankkaufmann Opel habe während des Booms am Neuen Markt im Oktober 2000 mehreren von ihm beratenen Fonds empfohlen, bestimmte Aktien zu kaufen, und sich vorher für insgesamt 840.000 DM mit den Papieren selbst eingedeckt. Diese verkaufte er kurze Zeit später mit Gewinn. Das Geld hierfür sei teilweise aus eigenen Mitteln gekommen, der größere Teil aber von fünf Anlegern, denen er 50 Prozent des Erlöses versprochen habe.

Der aus der Nähe von Bayreuth (Bayern) stammende Opel war Ende Oktober 2000 in Haft genommen worden, gegen Kaution aber nach drei Tagen auf freien Fuß gesetzt worden. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft auch gegen den als "Börsen-Guru" bezeichneten Fondsmanager und Chefredakteur von "Der Aktionär", Bernd Förtsch, wegen Insiderhandels ermittelt. Das Verfahren wurde aber rasch eingestellt.

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