Verdacht auf Insiderhandel und falsche Pflichtmitteilungen
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sunburst

Die Osnabrücker Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitarbeiter und Vorstände der Sunburst Merchandising AG wegen des Verdachts auf Insiderhandel und Veröffentlichung falscher Pflichtmitteilungen.

Reuters DÜSSELDORF. Bei der Behörde seien zahlreiche diesbezügliche Strafanzeigen gegen Führungspersonen von Sunburst eingegangen, daraufhin habe man die Ermittlungen aufgenommen, sagte Staatsanwalt Norbert Mayer am Feitag in Osnabrück auf Anfrage. Ermittelt werde unter anderen gegen den früheren Vorstandschef Hero Alting. Bei Sunburst war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

An der Frankfurter Börse brach die am Neuen Markt notierte Aktie des von der Insolvenz bedrohten Unternehmens ein. Am Mittag notierte sie mit 1,01 Euro um 10,62 Prozent niedriger. Im Vormittagsverlauf hatte sie bis zu 15 Prozent an Wert verloren. Händler verwiesen aber darauf, dass es nur sehr geringe Umsätze gebe und gravierende Kursveränderungen damit schon mit kleinsten Stückzahlen erreicht würden.

Sunburst Merchandising AG - Drei-Monatsverlauf

Sunburst hatte im April wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Anfang Februar hatte das im Lizenz-Vermarktungs-Geschäft tätige Unternehmen noch erklärt, die Gewinnprognose für 2000 zu halten. Einen Monat später wurde statt des angekündigten Gewinns ein Verlust ausgewiesen.

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