Verdacht auf Kursmanipulation
Staatsanwälte ermitteln bei Gold-Zack

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Fall einer möglichen Kursmanipulation bei dem Finanzdienstleister Gold-Zack.

Reuters FRANKFURT/M. "Wir ermitteln wegen einer möglichen Kursmanipulation", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Details nannte der Sprecher unter Hinweis auf die Aufnahme der Ermittlungen jedoch nicht. Am 3. Mai hatte es in einer offensichtlich gefälschten Mitteilung, die unter anderem per E-Mail verbreitet worden war, geheißen, ein Berliner Unternehmen mit dem Namen Deproma Sechsundzwanzigste Vermögensverwaltungs AG wolle Gold-Zack übernehmen und biete dazu 3,00 Euro je Gold-Zack-Aktie.

Gold-Zack hatte umgehend mitgeteilt, dass weder ein Bieter noch ein entsprechendes Angebot bekannt sei. Dennoch stieg der Kurs der Gold-Zack-Aktie in Reaktion auf das vermeintliche Angebot zeitweise um 86 Prozent auf 1,50 Euro. Eine Firma mit Namen Deproma Sechsundzwanzigste Vermögensverwaltungs AG ist nach Angaben des Amtsgerichts Berlin nicht im Handelsregister eingetragen.

Die neu geschaffene Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) hatte sich Mitte Mai optimistisch gezeigt, die mögliche Kursmanipulation aufklären zu können. "Es gibt eindeutige Anhaltspunkte, wir sind aber noch nicht so weit, jemanden benennen zu können", hatte BAFin-Mitarbeiter Thomas Eufinger gesagt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft gab ebenfalls keinen Hinweis darauf, in welche Richtung ermittelt werde.

Ein Gold-Zack-Sprecher sagte dazu: "Wir finden es sehr erfreulich, dass die Aufklärung der offensichtlichen Kursmanipulation weitergeht. Wir haben ein hohes Interesse daran, dass die Verantwortlichen gefunden werden."

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