Verdacht auf Preis- und Quotenabsprachen
Butterweiche Aktien von Zementherstellern

Die Aktien der MDax-Firmen Dyckerhoff und Heidelberg-Cement sind am Montag deutlich gefallen. Nach Angaben des Bundeskartellamtes hat sich der Verdacht illegaler Preis- und Quotenabsprachen unter den deutschen Zementherstellern erhärtet.

Reuters FRANKFURT. Börsianer führen dies auf möglicherweise drohende Milliarden-Bußgelder für die deutschen Zementhersteller wegen angeblicher Preis- und Quotenabsprachen zurück. "Negativ ist das für die Aktien auf jeden Fall", sagte ein Frankfurter Analyst, der namentlich nicht genannt werden wollte. Ein Aktienhändler ergänzte: "Ich würde die Aktien derzeit, auch wenn bisher nichts bewiesen ist, nicht anfassen." In der Bau- und Zementbranche gebe es ständig neue Hiobsbotschaften.

Nach Angaben des Bundeskartellamtes hat sich der Verdacht illegaler Preis- und Quotenabsprachen unter den deutschen Zementherstellern erhärtet. Der Branche drohen dadurch Strafen in Milliardenhöhe. Im MDax fielen Dyckerhoff-Papiere bei für den Wert hohen Umsätzen um 11 % auf 8 ? und hatten zeitweise bei 7,70 ? den tiefsten Stand seit Ende 1996 markiert. Heidelberg-Cement-Papiere gaben knapp 4 % auf 39,33 ? nach.

"Man kann zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren, wie hoch mögliche Strafen ausfallen werden. Die Untersuchung kann sich auch noch über Jahre hinziehen", sagte der Analyst. Das wäre aber ein weiterer Schlag für die Branche, die besonders unter der allgemeinen Konjunkturschwäche leide.

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