Verdacht der Untreue
Justiz erwägt Sperrung von Konten im Fall Klöckner

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft erwägt im Zusammenhang mit den verschwunden 120 Millionen Euro beim Duisburger Werkstoffhändler Klöckner die Sperrung von Konten des britisch-iranischen Balli-Konzerns.

dpa DÜSSELDORF/DUISBURG. "Wir prüfen dies, nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wäre solch ein Antrag aber noch nicht erfolgreich", erklärte Staatsanwalt Johannes Mocken am Donnerstag nach einem entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Die Welt".

Nach dem Verkauf des Duisburger Unternehmens an Balli im vergangenen Oktober sollen Klöckner innerhalb der Gruppe 120 Millionen Euro entzogen worden sein. Das Geld soll nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft auf verschlungenen Wegen auf mehrere Konten gelangt und zum Teil für Investitionen verwendet worden sein. Balli hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Ermittler nehmen an, dass ein großer Teil des Geldes auf Konten bei einer Bank in Genf und einer iranischen Bank in Hamburg deponiert ist. Die Hintergründe seien noch nicht abschließend geklärt, sagte Mocken. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Untreue zu Lasten der Klöckner & Co AG und eines möglichen Betruges zum Nachteil der WestLB, die den Verkauf finanziert hatte.

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