Verdacht in Belgien: Auch Schweine anfällig für Geflügelpest-Virus

Verdacht in Belgien
Auch Schweine anfällig für Geflügelpest-Virus

Im Kampf gegen die Geflügelpest hat das niederländische Landwirtschaftsministerium in allen betroffenen Gebieten auch für Schweine ein sofortiges Transportverbot verhängt.

HB/dpa DEN HAAG/BRÜSSEL. Bei Untersuchungen seien bei Schweinen Antikörper gegen das Aviane Influenzavirus gefunden worden, das die Geflügelpest verursacht, berichtete Minister Cees Veerman. Die Tiere zeigten demnach zwar keine Symptome, könnten aber Befürchtungen zufolge Geflügel anstecken. Bis zum Wochenende hofft das Ministerium Klarheit darüber zu erhalten, ob sich das Virus unter Schweinen ausbreitet und von ihnen an Geflügel übertragen werden kann.

Unterdessen meldete Belgien am Mittwoch einen dringenden Geflügelpest-Verdacht in der Provinz Limburg. Die Regierung in Brüssel sprach ein Transportverbot für lebendes Geflügel, Eintagsküken und Bruteier aus, die Europäische Kommission verhängte ein sofortiges Exportverbot. Auf dem betroffenen Betrieb sollten noch am Mittwoch 250 000 Tiere getötet werden. Er liegt etwa 50 Kilometer nordöstlich von Aachen.

Der Virologe Ab Osterhaus von der niederländischen Erasmus- Universität in Rotterdam forderte die sofortige Vernichtung von Schweinen, bei denen das hoch ansteckende Geflügelpest-Virus entdeckt wird. Andernfalls sei zu befürchten, dass sich das Virus mit menschlichen Grippeviren zu einem neuartigen Erreger kreuzten. Schweine können auch Träger menschlicher Grippeviren sein. Die Gefahr einer Kreuzung sei zwar relativ klein, die Folgen könnten aber auch für Menschen erheblich sein.

Seit Ausbruch der Geflügelpest Ende Februar sind in den Niederlanden nach amtlichen Angaben bereits 14,2 Millionen Hühner, Puten und Enten getötet worden. Auf 897 Betrieben, auf denen das Virus vermutet oder festgestellt worden war oder die sich in der Nachbarschaft zu betroffenen Beständen befinden, sind alle Hühner, Puten und Enten vernichtet worden.

In Nordrhein-Westfalen waren zur Abwehr der Geflügelpest an der niederländisch-deutschen Grenze mehr als 3 500 Tiere getötet worden, nachdem die Seuche im nahen Koningsbosch in den Niederlanden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen worden war. In Deutschland wurde seit dem Ausbruch der Geflügelpest in den Niederlanden aber noch kein Fall gemeldet.

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