Verdacht in Österreich nicht bestätigt
Erster BSE-Fall in Italien

Italien hat seinen ersten BSE-Fall. Es handelt sich um eine sechs Jahre alte Milchkuh aus dem Raum Brescia. Nach Angaben der Züchter wurde sie niemals mit Tiermehl gefüttert. Das Tiermedizinische Institut in Turin bestätigte am Dienstag erste positive BSE-Schnelltests an dem Tier, meldete das staatliche Fernsehen.

dpa TURIN/MADRID/STUTTGART. Der Verdacht auf BSE bei einem aus Österreich stammenden Rind in Baden-Württemberg hat sich unterdessen nicht bestätigt. Dies teilte das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium am Dienstagabend in Stuttgart mit. Das Tier war 1993 in Tirol geboren und in den baden-württembergischen Landkreis Sigmaringen importiert worden. Das Ministerium berief sich bei seinen Angaben auf das Untersuchungsergebnis der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten in Tübingen. Der betroffene Landwirt wurde unterrichtet, die Sperrung seines Betriebes aufgehoben.

In Italien sprachen Medien und Politiker vom ersten BSE-Fall im Land. Allerdings war bereits 1994 an zwei aus Großbritannien importieren Rindern in Sizilien BSE nachgewiesen worden. Noch vor kurzem hatte die Regierung erklärt, Italien sei BSE-frei. Experten kritisierten hingegen, es seien lediglich sehr wenige Tests gemacht worden. Die infizierte Kuh war am 11. Januar geschlachtet worden. Sie wies nach Angaben der Veterinäre keine Anzeichen von Rinderwahnsinn auf.

Spaniens Landwirte und Viehzüchter beschlossen unterdessen, die Blockaden von Schlachthäusern im ganzen Land vorerst auszusetzen. Die Bauernverbände reagierten damit auf die Ankündigung der Regierung in Madrid, eine Sonderkommission zur Rinderseuche BSE einzusetzen. Supermärkte und Restaurants könnten somit ab diesem Mittwoch wieder mit Fleisch beliefert werden, hieß es am Mittwochabend in einer Mitteilung. Die Bauernverbände schlossen aber neue Boykottaktionen nicht aus, falls die Maßnahmen der Regierung gegen die BSE-Krise nicht greifen.

Angesichts der am Montag begonnenen Protestaktionen drohte in Spanien das Rindfleisch auszugehen. Landwirte und Viehzüchter verlangen vom Staat Sonderhilfen als Ausgleich für die Verluste, die ihnen durch die Rinderseuche entstehen. Unterdessen traten nach Schnelltests laut Rundfunkberichten drei weitere BSE-Verdachtsfälle auf. Sollten sie sich bestätigen, wären in Spanien insgesamt zehn Fälle von BSE festgestellt worden. In Spanien und in Belgien wurden am Dienstag je zwei neue Fälle von BSE-Verdacht bekannt.

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