Verdacht überhöhter Netznutzungsentgelte
Kartell-Untersuchungen gegen Stromnetzbetreiber

Das Wirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern hat als Landeskartellbehörde Untersuchungen gegen sieben kommunale Stromnetzbetreiber im Land wegen des Verdachts missbräuchlich überhöhter Netznutzungsentgelte eingeleitet.

Reuters BERLIN. Das Ministerium teilte am Mittwoch weiter mit, Auslöser der Untersuchungen sei ein vom Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) veröffentlichter Vergleich der Netznutzungsentgelte für Sondervertragskunden gewesen. Die betreffenden Netzbetreiber hätten danach Preise verlangt, die um bis zu gut 80 % über dem Preis des zum Vergleich herangezogenen günstigsten Anbieters lägen.

Namen der betroffenen kommunalen Netzbetreiber nannte das Ministerium in der Mitteilung nicht. Es erwartet nach eigenen Angaben nun von den sieben Netzbetreibern, dass sie eine Begründung für diese hohen Preisunterschiede liefern. Könnten die Firmen nicht belegen, dass strukturelle Nachteile das höhere Entgelt rechtfertigen, werden sie nach Angaben des Ministeriums ihre Preise deutlich senken müssen.

"Einzelne Unternehmen dürfen ihre Stellung nicht missbrauchen, um zu Lasten der Verbraucher überhöhte Gewinnmargen zu erzielen", erklärte Wirtschaftsminister Otto Ebnet (SPD). Ansonsten würden der Wettbewerb behindert und der Erfolg der Marktliberalisierung gefährdet.

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