Verdachtsfall in Brandenburg
Seuchen-Proben in NRW negativ

Der Sperrbezirk im Kreis Neuss wurde aufgehoben. Dafür gibt es in Brandenburg den ersten Verdachtsfall von Maul- und Klauen-Seuche.

dpa DÜSSELDORF/POTSDAM. Die in Nordrhein-Westfalen vorsorglich getöteten Schafe hatten keine Maul- und Klauen-Seuche. Auch alle im Kreis Neuss genommenen Proben, die die Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen in Tübingen untersucht hatte, seien negativ, berichtete das NRW-Verbraucherschutzministerium am Montag der dpa auf Anfrage. Nach Angaben des Leiters des Kreisveterinäramtes in Neuss, Gerhard Fischer, ist der Sperrbezirk aufgehoben worden.

Bereits am Samstag hatte das NRW-Verbraucherschutzministerium mitgeteilt, dass die im Kreis Aachen getöteten Schafe nicht mit der MKS-Seuche infiziert waren. Auch dort wurden die Sperrbezirke aufgehoben.

In NRW waren in der vergangenen Woche 1850 Schafe aus den beiden Kreisen Aachen und Neuss vorsorglich getötet worden, weil sie Kontakt zu Artgenossen aus britischen Betrieben hatten, in denen die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden war. Am Sonntag waren im Kreis Aachen weitere 300 Schafe getötet worden, weil sie verbotswidrig nach dem 1. Februar aus Großbritannien importiert worden waren.

In Brandenburg gibt es einen ersten Verdachtsfall von Maul- und Klauenseuche. Ein Schweinemastbetrieb im Süden des Landes sowie ein Schlachthof seien vorsorglich gesperrt und unter Beobachtung gestellt worden, teilte das Potsdamer Agrarministerium am Montag mit. Bei einem geschlachteten Tier aus dem Bestand seien Krankheitssymptome festgestellt worden, die derzeit nicht eindeutig bestimmt werden könnten. Eine Infektion durch Erreger der Maul- und Klauenseuche (MKS) sei nicht mit letzter Sicherheit auszuschließen.

Eine Gewebeprobe des betreffenden Schweines wurde zur Laboruntersuchung in die Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen nach Tübingen geschickt, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten. Die Ergebnisse werden nach Ministeriumsangaben vermutlich am Dienstag vorliegen. Zudem wurde ein Krisenstab einberufen.

Nach bisherigen Erkenntnissen stammt keines der Tiere in dem betroffenen Bestand aus England. Auch andere Verbindungen zu MKS- Krisenherden in Großbritannien wurden zunächst nicht ermittelt. Die Tiere vor Ort zeigen keine MKS-Symptome. Sollte sich der Verdacht erhärten, würden ein Sperrbezirk gebildet und weitere Maßnahmen ergriffen, sagte Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade.

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