"Verdächtige"
20 Festnahmen im Jemen nach Terroranschlägen

Einige der Verdächtigen wollten offenbar nach Afghanistan einreisen, andere waren aus dem Land geflohen.

dpa SANAA. Im Jemen sind unmittelbar nach den Terroranschlägen in den USA mindestens 20 Verdächtige festgenommen worden. Das berichteten die jemenitischen Zeitungen am Freitag unter Berufung auf Ministerpräsident Abdelkadir Ba Dschammal. Die Verdächtigen, ausnahmslos Jemeniten, sollen alle "in Verbindung" mit den Terroranschlägen stehen.

"Darunter waren einige, die nach Afghanistan reisen wollten und einige, die aus Afghanistan geflohen waren", erklärte Ba Dschammal. Die Festnahmen seien sofort nach den Anschlägen von New York und Washington erfolgt.

Ein Angehöriger der jemenitischen Sicherheitskräfte hatte am Donnerstagabend in Sanaa erklärt, es sei möglich, dass die Festgenommenen Verbindungen zum saudischen Terroristenführer jemenitischer Herkunft, Osama Bin Laden, hätten.

Die USA hatten die jemenitische Regierung nach der Anschlagserie aufgefordert, Informationen zu mutmaßlichen Terroristen in dem südarabischen Land zu übergeben. Der US-Geheimdienst soll mit der Zusammenarbeit mit den jemenitischen Ermittlern bei der Untersuchung des Terroranschlages auf den US-Zerstörer "USS Cole" im vergangenen Oktober unzufrieden gewesen sein. Bei dem Anschlag im Hafen der südjemenitischen Stadt Aden waren 17 amerikanische Seeleute ums Leben gekommen. Eine mögliche Beteiligung Bin Ladens an dem Anschlag konnte bisher nicht nachgewiesen werden.

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