Verdächtige Kabelschäden
FBI untersucht mögliche Sabotage an Boeing-Flugzeugen

Das US-Flugzeugunternehmen Boeing hat mögliche Sabotageakte an mindestens sieben Flugzeugen des Modells 737 entdeckt.

dpa RENTON. Das Bundeskriminalamt FBI und die Luftfahrtbehörde FAA untersuchten am Freitag die Ursachen "verdächtiger Schäden an Kabeln". Die Mängel waren nach Angaben von Boeing in den vergangenen zwei Wochen bei Routineinspektionen auf dem Firmengelände in Renton im US-Bundesstaat Washington entdeckt worden.

Sollte sich herausstellen, dass die Kabel absichtlich manipuliert wurden, werde Boeing sofort angemessene Schritte einleiten. Einen bestimmten Verdacht äußerte der Boeing-Sprecher nicht. Die Kabel waren entweder zertrennt oder stark beschädigt. Sie befanden sich in unterschiedlichen Stellen der Maschinen. In sieben Fällen seien sie höchst verdächtig, in drei weiteren könne es ebenfalls nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Die Mängel wurden frühzeitig entdeckt, so dass keines der Flugzeuge an Kunden ausgeliefert worden sei.

In Renton arbeiten rund 12 000 Mitarbeiter. Sie bauen Maschinen vom Typ 737 und 757. In der Fabrik gibt es Spannungen mit der Gewerkschaft, weil ein Teil der 757-Montage nach Wichita im Bundesstaat Kansas verlegt werden soll. Das kostet etwa 500 Arbeitsplätze in Renton. Die Gewerkschaft äußerte sich besorgt über die Schadensfälle. Ihre Mitglieder hätten stets ihren ganzen Stolz darin gesetzt, die besten Flugzeuge zu bauen. Boeing schließe nicht aus, dass die Schäden entstanden seien, bevor die Kabel in der Fabrik eintrafen.

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