Verdächtigungen zurückgewiesen
Haus des ehemaligen Kölner OB Burger durchsucht

Wegen des Verdachts von Steuerstraftaten durchsuchten Beamte sein Privathaus. Ein Zusammenhang mit dem Spendenskandal um den Bau einer Müllverbrennungsanlage bestehe nicht.

rtr DÜSSELDORF. Staatsanwaltschaft und Steuerfahnder haben nach Behördenangaben am Mittwoch das Privathaus des ehemaligen Kölner Oberbürgermeisters Norbert Burger (SPD) durchsucht. "Die Durchsuchung erfolgte im Zuge eines Ermittlungsverfahrens wegen Steuerstraftaten", begründete eine Sprecherin der Kölner Staatsanwaltschaft die Durchsuchungsaktion. Was Burger vorgeworfen wird, wollte die Sprecherin unter Hinweis auf das Steuergeheimnis nicht sagen. Die Zeitung "Kölnische Rundschau" berichtete vorab aus ihrer Donnerstagausgabe, Burger solle größere Summen Bargeld nach Luxemburg geschafft haben. Der ehemalige Oberbürgermeister wies diese Vorwürfe gegenüber der Zeitung zurück. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte weiter, die Durchsuchung von Burgers Privathaus stehe nicht in Zusammenhang mit dem Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage.

Burger, der über 20 Jahre an der Spitze der Kölner Verwaltung gestanden hatte, war jüngst im Zusammenhang mit der Kölner-Spendenaffäre genannt worden. In einem Interview hatte der SPD-Politiker jedoch erklärt, entgegen anderen Medienberichten keine Quittung über 5000 DM angenommen zu haben. Die Quittung sei ihm vielmehr untergeschoben worden. Von kriminellen oder ungesetzlichen Maßnahmen habe er nichts gewusst.

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