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Verdi befürchtet massiven Stellenabbau im Finanzsektor

Bei den deutschen Banken, Versicherungen und Sparkassen ist nach Gewerkschaftseinschätzung langfristig jeder fünfte Arbeitsplatz gefährdet.

dpa DÜSSELDORF. Innerhalb von zehn Jahren könnten durch Fusionen, Zweigstellen-Schließungen und die Online-Konkurrenz bis zu 200 000 der gegenwärtig rund eine Million Arbeitsplätze im Finanzdienstleistungssektor wegfallen, sagte Verdi-Pressesprecher Ingo Schwope. Die Dienstleistungsgewerkschaft forderte die Unternehmensvorstände auf, Konzepte für Wachstum und neue Beratungsangebote zu entwickeln, die Arbeitsplätze sicherten. Ausgerechnet die Branche, die glänzende Erträge erziele, sollte sich jetzt nicht als Arbeitsplatzvernichter einen Namen machen, betonte Schwope. Nach mehreren privaten Banken hatte am Wochenende auch die größte deutsche Landesbank, die WestLB, Personalkürzungen angekündigt. Der Düsseldorfer Bankkonzern will bis 2004 mit 1500 Stellen mehr als jeden zehnten Arbeitsplatz abbauen.

Regionale Verdi-Vertreter kritisierten das Vorgehen des neuen WestLB-Chefs Jürgen Sengera, der den Stellenabbau an seinem ersten Amtstag bekannt gegeben hatte. "Wir erwarten vom Vorstandsvorsitzenden ein Konzept, das Arbeitsplätze erhält", sagte der Verdi-Pressesprecher für Nordrhein-Westfalen, Günter Isemeyer. Die Stellenstreichung sei zu pauschal und verunsichere die Belegschaft. Gerade ein Unternehmen, an dem das Bundesland Nordrhein Westfalen beteiligt sei, sollte möglichst viele Arbeitsplätze erhalten, unterstrich Isemeyer.

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