Verdi-Chef als Arbeitsminister gehandelt
Grüne pochen auf mehr Einfluss

Nachdem sich ein rot-grüner Sieg bei der Bundestagswahl abzeichnet, erheben die Grünen den Anspruch, dass sich ihr gutes Wahlergebnis auch in den Koalitionsvereinbarungen mit der SPD niederschlägt.

BERLIN. Grünen-Parteichef Fritz Kuhn betonte am Abend auf der Grünen-Wahlparty, dass sich die Grünen-Zugewinne in einem möglichen Koalitionsvertrag mit der SPD niederschlagen werden. Als Beispiele nannte er einen stärkeren Verbraucherschutz und die Bemühungen um eine "gerechtere Globalisierung".

Die finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Christine Scheel, sprach davon, dass es Änderungen bei den Machtpositionen geben müsse. In grünen Kreisen hieß es, es sei etwa ein vierter Ministerposten denkbar - als Möglichkeit wird gehandelt, dass der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske (Grüne) neuer Arbeitsminister werden könnte.

Eine andere Möglichkeit könnte sein, dass die grünen Minister den Einfluss ihrer Ressorts ausdehnen. So könnten die Zuständigkeiten von Trittins Umweltministerin um Bereiche aus dem Wirtschafts- und dem Verkehrsministerium erweitert werden, unter anderem um die Energiepolitik. Verbraucherministerin Renate Künast könnte den gesundheitlichen Verbraucherschutz aus Ulla Schmidts Gesundheitsministerium zugesprochen bekommen. Und Joschka Fischer könnte seine Zuständigkeit für die Europapolitik behalten. Grüne Kreise spekulieren zudem, dass die SPD-Staatsminister in Fischers Auswärtigem Amt durch grüne Gefolgsleute ersetzt werden könnten, so dass dem Außenminister keine sozialdemokratischen Aufpasser mehr zur Seite stünden.

In der bisherigen rot-grünen Regierung stellten die Grünen mit Renate Künast (Verbraucherschutz und Landwirtschaft), Joschka Fischer (Außen) sowie Jürgen Trittin (Umwelt) drei Minister.

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