Verdi fordert 3 Prozent mehr Geld für zwölf Monate
Tarifverhandlungen für Papier verarbeitende Industrie vertagt

Die Tarifverhandlungen für die 100 000 Beschäftigten der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie sind am Mittwoch vertagt worden. Die Verhandlungen sollen am 4. Juni fortgesetzt werden.

HB/dpa FRANKFURT. Die Tarifverhandlungen für die 100 000 Beschäftigten der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie sind am Mittwoch vertagt worden. In der dritten Runde in Frankfurt hatten die Arbeitgeber unter dem Eindruck neuer Warnstreiks ein erstes Angebot vorgelegt, das von der Gewerkschaft Verdi als unzureichend abgelehnt wurde. "Wir hoffen auf einen Durchbruch in der nächsten Runde", sagte ver.di- Sprecher Henrik Müller.

Die Arbeitgeber schlugen einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 25 Monaten bis April 2005 vor. Nach vier Nullmonaten soll es von August an 1,5 Prozent mehr Geld geben, ab April 2004 noch einmal 1,5 Prozent mehr. Nach Berechnungen von ver.di würde dies in diesem Jahr ein Plus von 1 Prozent und 2004 ein Plus von 1,38 Prozent ausmachen. Die Gewerkschaft fordert 3 Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Das Angebot sei vom Volumen und der Laufzeit inakzeptabel.

Die Arbeitgeber verlangten zudem Öffnungsklauseln im Tarifvertrag für Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Dies lehnte ver.di als "völlig unzumutbar" ab. Um Druck auf die Arbeitgeber zu machen, hatte ver.di seit Freitag bundesweit rund 5 000 Beschäftigte in 55 Betrieben zu Warnstreiks aufgerufen. Auch vor der dritten Runde am Mittwoch gab es Arbeitsniederlegungen in 29 Betrieben in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern, an denen sich 1800 Beschäftigte beteiligten.

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