Verdi fordert deutlich besseres Angebot
Dritte Tarifrunde im privaten Bankgewerbe gestartet

ddp-vwd. FRANKFURT/M. Die Tarifverhandlungen für die rund 470 000 Beschäftigten des privaten Bankgewerbes sind am Montag in Franfurt am Main in die dritte Runde gestartet. Die Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft (Verdi) forderte zu Beginn der Gespräche ein "deutlich besseres Gehaltsangebot". Verhandlungsführer Hinrich Feddersen nannte das bisher gemachte Angebot der Arbeitgeber von 2,2 Prozent für 14 Monate eine "reine Provokation". Auf zwölf Monate bezogen seien dies 1,9 Prozent, und damit würde man deutlich unterhalb der erwarteten Inflationsrate bleiben.

Eine deutliche Gehaltsanhebung würde nicht nur den Beitrag der Beschäftigten zu den überwiegend sehr guten Geschäftsergebnissen würdigen, sondern auch der Binnenkonjunktur gut tun, erklärte Feddersen. Weiter offen sei auch die Frage der Euro-Umstellung. Zwar habe die Arbeitgeberseite Bewegung in der Frage der Arbeitszeiten, insbesondere an Sonn- und Feiertagen gezeigt. Die Frage der materiellen Abgeltung der absehbaren Mehrbelastung der Beschäftigten im Rahmen der Währungsumstellung sei jedoch noch nicht geklärt.

Verdi fordert in der diesjährigen Runde 5,5 Prozent mehr Gehalt, ferner beschäftigungssichernde Maßnahmen und Verbesserungen bei der Altersteilzeit. Zudem soll über eine Verlängerung der Vorruhestandsregelung, den Rechtsanspruch auf Teilzeit und die Ausweitung des Ausbildungsplatzangebotes geredet werden.

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