Verdi muss nicht haften
Fluggäste können keine Ansprüche geltend machen

Fluggäste können nach Worten des Luftverkehrs- Juristen Ronald Schmid wegen der Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi keine Ansprüche wegen Verspätungen oder Flugausfällen geltend machen.

HB/dpa DARMSTADT. "Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern ist es nicht anzulasten, wenn die Behinderungen durch Dritte verursacht werden", sagte der Professor für Luftverkehrsrecht an der Technischen Universität Darmstadt am Dienstag.

Auch die Gewerkschaft Verdi müsse nicht haften, zumal sie nicht Vertragspartner der Fluggäste sei. "Ein rechtmäßiger Warnstreik ist ein gesellschaftlich akzeptiertes Mittel des Arbeitskampfes."

Anders als beim Streik ihrer eigenen Piloten im vergangenen Jahr treffe etwa die Lufthansa kein Verschulden an Behinderungen, wenn Feuerwehrleute oder Gepäckbelader an Flughäfen die Arbeit niederlegten, sagte Schmid. Dies gelte im Fall des Verdi-Warnstreiks auch für Pauschalreiseveranstalter. Sie können grundsätzlich haftbar gemacht werden, wenn Störungen in ihre Risikosphäre fallen. Wegen Warnstreiks im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes waren am Dienstag hunderte Flüge an deutschen Flughäfen ausgefallen.

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