Vereinte Nationen gefordert: Bush und Blair dringen auf Beginn humanitärer Hilfe

Vereinte Nationen gefordert
Bush und Blair dringen auf Beginn humanitärer Hilfe

US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair haben den Weltsicherheitsrat am Donnerstag zur Wiederaufnahme des Hilfsprogramms "Öl für Nahrungsmittel" an den Irak gedrängt. Über die genaue Rolle der Vereinten Nationen nach einem Ende des Konflikts äußerten sie sich nach ihrem "Kriegsgipfel" auf dem Landsitz Camp David ausweichend.

HB/dpa WASHINGTON. Die UN sollten eng eingebunden werden, sagte Blair, doch müsse zunächst "eine riesige Zahl von Einzelheiten" geklärt werden. Am Abend zuvor hatte US-Außenminister Colin Powell betont, die USA beanspruchten "eine bedeutende Kontrolle" über die Zukunft des Iraks. Bush forderte den Sicherheitsrat auf, das Thema der humanitären Irak-Hilfe "nicht zu politisieren". Frankreich und Deutschland haben eine starke Rolle für die UN in einem Nachkriegs-Irak verlangt.

Blair sagte, das erste Treffen mit Bush seit Kriegsbeginn habe sich stark mit der humanitären Hilfe beschäftigt. Das Hauptziel müsse derzeit aber ein militärischer Sieg sein. Der britische Premier wollte in New York auch mit UN-Generalsekretär Kofi Annan zusammentreffen, der die Verantwortung der Krieg führenden Staaten für den Schutz und die Versorgung der irakischen Zivilbevölkerung betont hatte.

Zugleich hatte er einen Appell der UN an die Staatengemeinschaft gerichtet, umfangreiche Mittel für die Notversorgung von Mill. Irakern zur Verfügung zu stellen. Nach Angaben aus UN-Kreisen rechnen die Hilfsorganisationen derzeit mit einem Finanzbedarf von rund zwei Mrd. Dollar über das Programm "Öl für Lebensmittel" hinaus.

Bush bekräftigte auch vor der Presse, dass der Fahrplan für einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern bald veröffentlicht werden solle. Der britische Premier sagte: "Wir sind beide absolut entschlossen, das voranzubringen."

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