Verfahren ist am Sonntag eröffnet worden
Babcock-Insolvenzverfahren dauert bis zu sieben Jahre

Solange werde die Muttergesellschaft Babcock Borsig AG fortbestehen, teilten Vorstand und Insolvenzverwalter am Montag in einem Brief an die Aktionäre mit. Die Aktien hätten in dieser Zeit solange keinen Wert, wie nicht alle Gläubigeransprüche befriedigt seien.

dpa OBERHAUSEN. In dem Schreiben wird an den "langen Atem" der Aktionäre appelliert. Zunächst gelte es, die Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen, erst dann hätten die Aktionäre Ansprüche auf ein sich möglicherweise ergebendes restliches Eigenkapitalguthaben, hieß es. Ein Babcock-Sprecher hatte die Verbindlichkeiten des Konzerns am Sonntag auf bis zu 1,1 Mrd. Euro beziffert.

Am Sonntag hatte das Amtsgericht Duisburg das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Babcock Borsig AG und 24 Tochtergesellschaften eröffnet. Zum Sachwalter der Gläubiger in diesen Verfahren wurde der bisherige vorläufige Insolvenzverwalter, Helmut Schmitz, bestellt. Insgesamt hatten bei Babcock 62 Unternehmen Insolvenzantrag gestellt. In wie vielen der übrigen 37 Tochtergesellschaften am Sonntag ebenfalls die Verfahren eröffnet wurden, war am Montag nach Angaben eines Sprechers noch unklar.

Unterdessen sollen nach Angaben des Babcock-Aufsichtsratsmitglieds Hannelore Elze von der IG Metall bereits am kommenden Montag 900 der 4 600 Beschäftigten in den 25 "Schmitz"-Gesellschaften freigestellt werden. Ein Vorschlag des Vorstandes sehe den Abbau von insgesamt 1 100 Stellen bis zum Jahresende vor. Stimmten die Betriebsräte dem Vorschlag zu, sollen die Pläne noch in dieser Woche den Belegschaften erläutert werden. Von den 1 100 Beschäftigten sollen nach Angaben von Elze 600 in einer Beschäftigungsgesellschaft in sechs- bis neunmonatigen Kursen weiter qualifiziert werden.

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