Verfahren vor dem EuGH droht
Eichel stoppt Call-by-Call bei Ortsgesprächen

Kanzler Schröder und Bundesfinanzminister Hans Eichel haben die für den 1. Dezember 2002 vorgesehene Einführung von Call-by-Call bei Ortsgesprächen gestoppt. Das berichtet die WirtschaftsWoche.

HB DÜSSELDORF. Nach wochenlangem Tauziehen hinter den Kulissen hätten Schröder und Eichel dem Druck von Telekom-Chef Ron Sommer nachgegeben, schreibt die Wirtschaftswoche in ihrer neuesten Ausgabe.

"Zum Schutz der Deutschen Telekom", heiße es in Berliner Regierungskreisen, solle über die von Bundeswirtschaftsminister Werner Müller vorgelegte Novelle des Telekommunikationsgesetzes jetzt erst nach den Bundestagswahlen entschieden werden.

Frühestens ab Sommer 2003, sechs Monate später als Müller der Brüsseler EU-Kommission versprochen hatte, dürften Discounter wie 01051 Telecom, Tele 2 und 3U ihren Preiskampf auf Ortsgespräche ausdehnen, heißt es dem Magazin zufolge weiter. Mit der Verschiebung droht der Bundesregierung jetzt ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).

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