Verfechter einer ergebnisorientierten Spielweise
Hernan Dario Gomez - Ekuadors WM-Routinier

Der Fanatismus der Südamerikaner in Sachen Fußball hätte Ekuadors Nationaltrainer Hernan Dario Gomez beinahe das Leben gekostet. Der gebürtige Kolumbianer wurde im Mai 2001 vor laufenden TV-Kameras Opfer eines Attentats, erlitt aber glücklicherweise durch den Pistolenschuss lediglich eine Oberschenkelverletzung.

sid QUITO. Zwar trat der schon als kolumbianischer Nationaltrainer an Morddrohungen gewohnte Gomez nach dem Anschlag, dessen Hintergrund der Verzicht des Coaches auf den nur drittklassigen Sohn von Ekuadors Staatspräsident Abdala Bucaram war, zurück. Doch Verbands-Boss Luis Chiriboga überredete den 46-Jährigen, der sich bei seinem Amtsantritt 1999 "mehr als Ekuadorianer denn als Kolumbianer" bezeichnete, zu einer Fortsetzung seiner von Ekuadors erster WM-Teilnahme gekrönten Tätigkeit.

Gomez ist in Japan und Südkorea bereits zum sechsten Mal bei einer WM dabei. Nach zwei Teilnahmen als Spieler erlebte der Coach die Turniere 1990 in Italien und 1994 in den USA als Assistent von Kolumbiens Ex-Nationaltrainer Francisco Maturana. Als "Chef" schied Gomez 1998 in Frankreich mit seinem Team allerdings nach der Vorrunde aus und musste gehen.

Sein größter Erfolg als Trainer war 1989 mit Atletico Nacional der erste Triumph eines kolumbianischen Klubs in der "Copa Libertadores". Gomez gilt als Verfechter einer ergebnisorientierten Spielweise und setzte seinen Stil auch in Ekuador um: "Bei einer WM geht es nicht darum, wer die meisten Treffer erzielt, sondern wer die wenigsten kassiert", lautet sein Credo.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%