Verfehlt Euroland das Inflationsziel?
Weltwirtschaft: Zinsängste in Euroland

In den USA gehen die Inflationserwartungen zurück. Im Mai sanken die Zinsen am langen Ende gegenüber dem Vormonat um zehn Basispunkte auf 5,1 Prozent.

DÜSSELDORF. Gegenüber dem Jahreshoch vom März ist der Langfristzins für zehnjährige Staatsanleihen damit sogar um 20 Basispunkte zurückgegangen. Grund für den abnehmenden Preisdruck: Deutliche Signale für ein nachhaltiges Wachstum blieben bisher aus. Vor allem die Investitionsnachfrage der Unternehmen ist nach wie vor gering. Zusätzlich wird die Inflationserwartung durch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt gedämpft, die übertriebene Lohnerhöhungen nicht erwarten lässt. Anders in Euroland. Zwar blieben die kurzfristigen und die langfristigen Zinsen im Mai stabil, sodass kein Anstieg der Inflationserwartungen ablesbar ist. Dennoch befürchten Marktbeobachter, dass die Europäische Zentralbank (EZB) eventuell schon vor der US-Notenbank die Zinsen erhöhen wird. Die Inflationsrate lag im Mai bei 2,4 Prozent und damit um 0,4 Prozent über der von der EZB gesteckten Zielmarke. Damit läuft Euroland Gefahr, das Inflationsziel das dritte Jahr in Folge zu verfehlen.

Quelle: Wirtschaftswoche

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