Verflechtung mit China nimmt zu
Japans Handelsüberschuss gestiegen

China ist für Japan zum größten Importpartner geworden. Erstmals führte Japan im abgelaufenen Fiskaljahr 2002/2003 (31. März) mehr aus dem Reich der Mitte ein als aus den USA, wie das Finanzministerium am Donnerstag bekannt gab.

HB/dpa TOKIO. Zugleich stiegen Japans Exporte nach China deutlich an, während die Ausfuhren in die USA, Japans größtem Einzelexportmarkt, im zweiten Jahr in Folge sanken.

Dies zeigt nach Einschätzung von Ökonomen die zunehmende Handelsverflechtung zwischen Japan und China. Dank der starken Ausfuhren auch in andere asiatische Nachbarländer zog Japans Handelsbilanzüberschuss im Berichtsjahr um 36,6 % auf insgesamt 9,7 Billionen Yen (75 Mrd Euro) an, der erste Anstieg seit vier Jahren. Allerdings sank Japans Überschuss im Monat März des laufenden Jahres um 23,3 % zum Vorjahresmonat auf 965,3 Mrd. Yen.

Am deutlichsten stieg im Berichtsjahr der Überschuss im Handel mit anderen asiatischen Ländern: Er zog um 133,6 % auf 4,6 Billionen Yen an. Im politisch sensiblen Handel mit den USA zog Japans Übertrag um 3,4 % auf 7,4 Billionen Yen an. Der Überschuss im Handel mit den 15 EU-Ländern stieg um 10,7 % auf 2,4 Billionen Yen und damit erstmals seit vier Jahren an, hieß es.

Während die Exporte in die USA um einen Prozent auf 14,4 Billionen Yen sanken, schwollen die Ausfuhren von Japan in den Rest Asiens um 18,2 % auf 23,3 Billionen Yen an. Das sei die höchste Zahl seit 1979 schrieb das japanische Wirtschaftsblatt "Nihon Keizai Shimbun". China entwickele sich dabei zu einem großen Exportmarkt für Japan; im Berichtsjahr legten die Ausfuhren Japans nach China dank eines starken Wachstums bei Autos und Autoteilen um mehr als 30 % zu.

Über die Handelsbeziehungen beider Staaten ziehen allerdings derzeit wegen der Lungenkrankheit SARS dunkle Wolken auf, schrieb die Zeitung. Das vor allem durch China angetriebene starke Wachstum bei den Exporten nach Asien führte im Berichtsjahr zu einem Zuwachs von 8,5 % bei den Gesamtausfuhren Japans auf 52,7 Billionen Yen.

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