Vergabe von Werbeaufträgen
Clement wird Vetternwirtschaft vorgeworfen

Der designierte Doppelminister für Arbeit und Wirtschaft Wolfgang Clement (SPD) steht nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft in der Kritik. CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer sprach sich deswegen in der Tageszeitung "Die Welt" (Samstags) vorerst gegen eine Vereidigung des noch amtierenden nordrhein- westfälischen Ministerpräsidenten als Bundesminister aus.

dpa/HB DÜSSELDORF. Die Düsseldorfer landeseigene Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GfW) soll ohne Ausschreibung Werbeaufträge in Millionenhöhe an eine Firma von Clements Duz-Freund Christian Langer vergeben haben. Ein Prüfbericht des Landesrechnungshofes über die GfW hatte die Geschäftsverbindungen ans Tageslicht gebracht. Offene Fragen über die freihändige Auftragsvergabe müssten erst geklärt werden, sagte Meyer.

Zudem soll die NRW-Mediengesellschaft dem Verlobten einer Tochter Clements, Paolo Tumminelli, einen Auftrag im Höhe von 55 000 Euro ohne Ausschreibung vergeben haben. Das berichtet der "Kölner Stadt- Anzeiger" (Freitag). Die Gesellschaft sei gegenüber der Staatskanzlei verantwortlich. Helmut Bauer, Geschäftsführer der NRW- Mediengesellschaft, bestätigte die Angaben. Er sprach allerdings von einem "reinen Zufall". Zu dem Zeitpunkt der Auftragsvergabe für den kompletten gestalterischen Auftritt des Medienforums NRW habe er nichts von der Beziehung zwischen Tumminelli und Wibke Clement gewusst.

Da es sich außerdem um eine Kreativleistung und einen dringlichen Auftrag gehandelt habe, sehe die Vergabeordnung in einem solchen Fall keine Ausschreibung vor. Darüber hinaus habe er die Auftragsvergabe an den Designer bereits im Sommer öffentlich bekannt gegeben.

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