Vergebliches Warten auf Scharping bei Tag der offenen Tür
"Der Chef kommt heut' nicht"

Am "Tag der offenen Tür" des Verteidigungsministeriums in Berlin haben die Besucher vergeblich auf Hausherr Rudolf Scharping (SPD) gewartet. "Der Chef kommt heut' nicht", sagte ein Mitarbeiter des Ministeriums am Sonntag. Er sei wegen "dringender politischer Geschäfte" verhindert und lasse sich deshalb von einer Staatssekretärin vertreten.

afp BERLIN. Die Stimmung im Bendlerblock sei bei geöffneten Türen und Verpflegung mit Erbsensuppe aber trotzdem gut, sagte ein Besucher. Trotz der Schlagzeilen über die Flüge von Scharping nach Mallorca und zu seiner Freundin Kristina Gräfin Pilati-Borggreve nach Frankfurt hielt sich das Interesse am Bendlerblock, dem Berliner Dienstsitz des Verteidigungsministeriums, aber in Grenzen - lange Schlangen wie am Kanzleramt bildeten sich jedenfalls nicht.

Scharping war am Samstag mit einer Linienmaschine aus seinem Urlaubsort auf Mallorca in Frankfurt am Mai eingetroffen. Am Sonntag hielt er sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums im italienischen Bologna bei einer Tagung der Sozialdemokratischen Parteien Europas (SPE) auf. Scharping hält die Vorwürfe für ungerechtfertigt, wonach er wegen seines Privatlebens sein Amt vernachlässige und die Flugbereitschaft der Bundeswehr unzulässig nutze. Nach eigenen Angaben arbeitet er 80 bis 100 Stunden pro Woche.

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