Vergeltung angekündigt
Hamas-Führer Schehade bei Luftangriff getötet

Ein israelisches Kampfflugzeug hatte eine Rakete auf ein Wohngebiet in Gaza abgefeuert. Dabei wurden mindestens elf Menschen getötet, unter ihnen mehrere Kinder.

vwd GAZA. Der Führer des militärischen Flügels der Hamas, Salah Schehade, ist bei dem israelischen Luftangriff in der Nacht zum Dienstag getötet worden. Schehade sei unter den Todesopfern des Angriffs, sagte der politische Führer der radikalen Palästinenserorganisation, Ismail Hanije, am Dienstag in Gaza. Laut Armeerundfunk gaben der israelische Regierungschef Ariel Scharon und Verteidigungsminister Benjamin Ben Elieser "persönlich" die Erlaubnis, Schehade zu töten.

Der israelische Innenminister Eli Jischai räumte "Fehler" bei dem Einsatz ein. "Es war nicht unsere Absicht, Unschuldige zu töten", sagte das Mitglied des israelischen Sicherheitskabinetts im Militärrundfunk. Zugleich rechtfertigte er den Luftangriff. Israelische Zivilisten müssten vor palästinensischen Selbstmordanschlägen geschützt werden, Israel habe ein Recht auf Selbstverteidigung. Jischai zufolge wurde das israelische Sicherheitskabinett vor dem Angriff nicht konsultiert. Die Hamas kündigte Vergeltung für den Luftangriff an. Dem "Blutbad" könnten nun keine Worte mehr folgen, sagte Hamas-Chef Scheich Achmed Jassin dem katarischen Fernsehsender El Dschasira. Nun müssten "Taten folgen". Der 50-jährige Schehade war einer der Gründer und zuletzt Chef des bewaffneten Hamas-Arms, der Kassam-Brigaden. Von 1984 bis 1998 saß er in israelischen Gefängnissen. Israel setzte ihn zu Jahresbeginn wegen mutmaßlicher Verwicklungen in zahlreiche Attentate auf die Liste der meistgesuchten Personen.

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