"Vergeltung" geplant
USA machen weiter Druck auf Frankreich

Die USA behalten ihren diplomatischen Druck auf Frankreich bei. Ein Vertreter des US-Außenministeriums in Washington deutete am Mittwoch an, eine mögliche Bestrafung Frankreichs für dessen kritische Haltung zum Irak-Krieg der USA könne sein, dass die USA versuchen könnten, Frankreich von bestimmten Nato-Entscheidungen auszuschließen.

Reuters WASHINGTON. US-Außenminister Colin Powell hatte am Dienstag auf die Frage von Journalisten, ob Frankreich noch mit Konsequenzen wegen seiner US-kritischen Haltung zum Irak-Krieg rechnen müsse, mit "Ja" geantwortet. Am Mittwoch hatte Powell allerdings dann mit seinem Kollegen Dominique de Villepin telefoniert.

Im US-Verteidigungsministerium hieß es, dort werde heftig über eine Art "Vergeltung" gegen Frankreich nachgedacht. Einige führende Köpfe dort seien dafür, die Regierung in Paris so zu behandeln wie seinerzeit Peking in der Spionageflugzeug-Affäre im April 2001. Nach dem Zusammenstoß eines chinesischen Kampfflugzeugs mit dem US-Aufklärer hatten die USA die militärischen Kontakte zu China zunächst abgebrochen und danach nur fallweise wieder eingeführt.

Ein Vertreter des Außenministeriums deutete an, bestimmte Themen, die bisher im Nato-Rat erörtert würden, könnten auf das Nato-Verteidigungsplanungskomitee verlagert werden, wodurch Frankreich dann vor der Tür bleiben würde.

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