Vergeltung palästinensischer Extremisten
Selbstmordanschlag auf Bus in Haifa fordert 15 Leben

Ein vermutlich palästinensischer Selbstmordanschlag auf einen Linienbus in der nordisraelischen Hafenstadt Haifa hat am Mittwochmittag mindestens 15 Fahrgäste das Leben gekostet. Rund 30 Reisende wurden nach Angaben des israelischen Fernsehens verletzt, sieben Menschen wurden in kritischem Zustand in Krankenhäuser der Umgebung gebracht. Es war der erste Anschlag in Israel seit genau zwei Monaten.

HB/dpa HAIFA. Nach Augenzeugenberichten ereignete sich der Anschlag gegen 13.15 Uhr (MEZ) auf einer Hauptverbindungsstraße der Stadt. Durch die Wucht der Detonation im hinteren Teil des Busses wurden das Dach und fast die gesamte rechte Seite des Fahrzeugs abgerissen. Mehrere Menschen wurden aus dem Bus geschleudert. Verstümmelte Leichen lagen auf der Straße.

"Die Szene ist grauenvoll. Überall ist verbogenes Metall, es ist ein schrecklicher Anblick", meinte ein Augenzeuge im israelischen Rundfunk. Polizeifahrzeuge und Krankenwagen rasten unmittelbar nach der Explosion zum Ort des Geschehens.

Der Anschlag ereignete sich auf den Tag genau zwei Monate nach dem Selbstmordanschlag von Tel Aviv, bei dem zwei palästinensische Attentäter 23 Menschen mit sich in den Tod gerissen hatten. In den vergangenen Wochen hatte die israelische Armee bei zahlreichen Operationen vor allem im Gazastreifen 95 Palästinenser getötet. Palästinensische Extremisten hatten daraufhin Vergeltung angekündigt.

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