Vergeltungsaktion für den Selbstmordanschlag
Tote und Verletzte bei israelischen Vergeltungsschlägen

Bei israelischen Luftangriffen im Westjordanland sind am Freitag mindestens zwei Palästinenser getötet und 14 weitere verletzt worden. Nach palästinensischen Angaben setzte Israel bei dem Raketenbeschuss von Zielen in den Autonomiestädten Nablus und Ramallah erstmals ein Kampfflugzeug ein. Dafür gab es keine israelische Bestätigung.

dpa RAMALLAH/NABLUS. Das Flugzeug des Typs «F-16» habe in beiden Städten Ziele der palästinensischen Polizei sowie der Eliteeinheit «Force 17» beschossen, hieß es nach palästinensischen Augenzeugenberichten. Dies wurde als Anzeichen für ein härteres israelischen Vorgehen ausgelegt.

Es handelte sich offenbar um eine Vergeltungsaktion für den Selbstmordanschlag eines Palästinenser in Netanja, der sechs Israelis mit sich in den Tod riss. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hatte anschließend in Tel Aviv seinen engsten Ministerkreis zu einer Dringlichkeitsberatung zusammengerufen. Über konkrete Entscheidungen wurde zunächst nichts bekannt.

Bei dem Angriff auf ein Polizeigebäude nahe eines Kontrollpunkts der palästinensischen Polizei in Ramallah wurden ein Mensch getötet und zwei verletzt. Bei dem Bombardement in Nablus starben ein Palästinenser, zwölf erlitten Verletzungen.

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